Anti-Aging-Basis-Check für die Frau

Beschreibung

Hormonkonzentrationen unterliegen einer gewissen Relativität durch Schwankungen der Spiegel, die mehrere Ursachen haben können. Wenn man aber eine bestimmte Aussage haben möchte, kann die Kombination mehrerer Parameter zielführend sein. Ab einem bestimmten Alter möchte man wissen, ob das Klimakterium nahe ist, ob noch die Möglichkeit einer Schwangerschaft besteht oder ob vielleicht bestimmte Hormonsubstitutionen zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen können.
Zu den Hormonen im einzelnen lässt sich sagen, dass TSH ein Schilddrüsenhormon ist, das Hinweise auf eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse geben kann: Eine Untersuchung des THS ist notwendig, da eine Funktionsstörung der Schilddrüse ein ähnliches Beschwerdebild wie das klimakterische Syndrom hervorrufen kann. Der FSH Spiegel eignet sich hingegen zur Klärung der Frage, ob sich die betreffende Frau in den Wechseljahren befindet oder nicht.
Das Östradiol ist das wichtigstes weibliche Hormon. Die Konzentration im Blut ist zyklusabhängig und liegt zwischen 50 und 200 pg/ml. Ein Östrogenspiegel unter 30-20 pg/ml sind beweisend für einen Östrogenmangel, besonders dann wenn diese Werte mehrfach gemessen werden.
Vergleicht man FSH und Östradiol miteinander, kann man einen Östrogen- oder Progesteronmangel unterscheiden und dadurch einen wichtigen Therapiehinweis erhalten.
DHEAS gehört zu den Androgenen, den männlichen Hormonen, und wird in den Nebennieren gebildet. DHEAS ist für Frauen von Bedeutung im Bezug auf die Behaarung an ungewünschter Stelle oder den ebenso nicht gewünschten Haarausfall am Kopf, gelegentlich sogar mit Bildung von Geheimratsecken. Das Problem hängt mit dem Absinken des Östradiolspiegels und dem damit verbundenen niedrigeren SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin) zusammen oder auch mit einem erhöhten Spiegel männlicher Hormone.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Auf Wunsch der Patientin.

Risiken

Keine, selten Fehlinterpretationen.

Alternativen in der GKV

Hormonbestimmung zu Lasten der GKV, bei Beschwerden oder Verdacht auf Hormon abhängige Erkrankungen.

Kosten

Das Arzthonorar beträgt etwa 15,- Euro, die Laborkosten zusätzlich etwa 35,- Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Insgesamt handelt es sich um ein sehr komplexes Hormongeschehen, da im Eierstock die beiden weiblichen Hormone Östradiol und Progesteron aber auch Androgene (männliche Hormone) gebildet werden. Die Beurteilung der IST-Situation, und die daraus möglicherweise resultierende Therapie, erfordern hohen Sachverstand.
Das Anti-Müller Hormon zur Beurteilung der noch vorhandenen Fruchtbarkeit wird an anderer Stelle beschrieben.

Der Wirksamkeitsnachweis dieser FGL ist nicht durch Studien belegt. Diese FGL wird aber von Experten empfohlen bzw. nicht abgelehnt.