Apparative Schlafprofilanalyse zur Diagnostik von Schlafstörungen

Beschreibung

Ein ruhiger und erholsamer Schlaf ist Grundlage für die Leistungsfähigkeit am Tage. Im Schlaf werden einige Körperfunktionen gedämpft (z.B. Muskelspannung), andere dagegen hochgefahren. Der Schlaf wird vom Körper dafür genutzt, Inhalte vom Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis zu übertragen. Außerdem verändert sich der Hormonhaushalt in der Nacht. Die Körpertemperatur sinkt und der Körper hat die Möglichkeit, sich über komplexe Stoffwechselregulationsprozesse zu regenerieren. Ein gesunder Schlaf setzt sich aus verschiedenen Schlafphasen zusammen. Es besteht die Möglichkeit der Unterteilung des Schlafs in REM- (Rapid Eye Movement) und Non-REM-Schlafphasen. Außerdem gibt es die weitere Unterteilung des Non-REM-Schlafs in Tief- und Leichtschlafphasen. Der Körper durchläuft mehrere Zyklen der Schlafphasen in einer Nacht, wobei die Non-REM-Phasen im Verlauf der Nacht in ihrer Länge ab und die REM-Schlafphasen zunehmen. Es gibt eine Reihe von Zuständen und Erkrankungen, die Schlafstörungen verursachen können. Störgeräusche, Stress, starkes Schnarchen, Depressionen, Schilddrüsenerkrankungen uvm., können zu einer Schlafstörung führen. Patienten mit chronischen Schlafstörungen leiden häufig an Symptomen, wie Konzentrationsschwäche, starker Tagesmüdigkeit, fühlen sich matt und sind häufig sehr anfällig für Infekte. Ein schlechter Schlaf kann die Lebensqualität der Betroffenen extrem beeinflussen. Um der Schlafstörung auf den Grund zu gehen, erfolgt zunächst eine ausführliche Anamnese durch den Arzt, in der mögliche Ursachen der Schlafstörung erfragt werden. Prinzipiell besteht die Möglichkeit der Kostenübernahme zur Schlafstörungsdiagnostik, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Zum Beispiel wird der Besuch eines Schlaflabors, u.a. bei dem Verdacht auf ein Schlafapnoe-Syndrom, von der GKV übernommen. Wer sich den unnatürlichen Bedingungen eines Schlaflabors allerdings vorerst nicht stellen möchte und eine Diagnostik zu Hause bevorzugt, kann sich einer einfachen Somnographie unterziehen. Bei der Somnographie erhält der Patient ein Gerät für zu Hause, was lediglich aus zwei Messelektroden besteht, die an der Stirn befestigt werden. Das Gerät zeichnet dann die Schlafphasen des Patienten auf und bietet somit eine Grundlage zur weiteren Schlafstörungsdiagnostik.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Patienten mit einer unklaren Schlafstörung.

Risiken

Keine

Alternativen in der GKV

Ja, bitte erfragen Sie genau, welche Maßnahmen der Schlafstörungsdiagnostik von Ihrer GKV übernommen werden.

Kosten

Für die Untersuchung fallen Kosten von ca. 100,00 Euro an.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Die Somnographie kann lediglich erste Hinweise auf die Art der Schlafstörung liefern. Es handelt sich um eine einfache EEG Ableitung. Anders als bei einer Polysomnographie, in einem Schlaflabor, können hierbei weder Herzfrequenz, noch der Atemfluss oder der Muskeltonus (Spannung) überprüft werden.