Ärztliche Berufseingangsuntersuchung oder arbeitsplatzbezogene Untersuchung auf Wunsch des Berufs- (Arbeitsplatz-) Anwärters oder des Arbeitgebers (individuelle Anforderungen außerhalb des § 32 ff. Jugendarbeitschutzgesetz)

Beschreibung

Eine Berufseingangsuntersuchung ist laut Jugendschutzgesetz für alle Berufseinsteiger vor dem 18. Lebensjahr verpflichtend und für die Betroffenen somit kostenfrei. Für Berufseinsteiger jenseits des 18. Lebensjahres besteht die Möglichkeit, eine Berufseingangsuntersuchung auf eigene Kosten durchführen zu lassen. Des Weiteren fordern viele Unternehmen eine entsprechend an die Ausbildung oder den Arbeitsplatz angepasste gesundheitliche Untersuchung des zukünftigen Arbeitnehmers. Hierzu zählen vor allem Berufe, in denen die körperliche Gesundheit eine Rolle spielt. Der Arbeitnehmer sollte möglichst bei Antritt einer körperlich dominierten Arbeit keine bestehenden gesundheitlichen Schäden mitbringen, die durch den gewählten Beruf verschlimmert werden könnten. Außerdem dient diese Untersuchung auch dem Nachweis von späteren, möglicherweise berufsbedingten Erkrankungen. Ein Beispiel für den sinnvollen Einsatz einer freiwilligen Berufseingangsuntersuchung auf Wunsch des Arbeitnehmers bietet die Untersuchung der Haut. In vielen Berufen kommt es durch Kontakt mit Chemikalien oder Handschuhen zu Hautreaktionen, denen möglichst frühzeitig vorgebeugt werden sollte. Wird bei einem Patienten eine bereits geschwächte Hautbarriere oder sehr trockene Haut festgestellt, sollte dieser entsprechend hautschonendes Arbeitsmaterial nutzen. Die Berufseingangsuntersuchung unterscheidet sich je nach Berufswahl und reicht von einem Belastungs-EKG bis hin zum Hörtest. Alle aber haben eine ausführliche Anamnese und Beratung durch den Arzt gemeinsam.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Berufseinsteiger, die sicher gehen wollen, ob sie für den Beruf geeignet sind oder als Untersuchung auf Wunsch des Unternehmens.

Risiken

Keine

Alternativen in der GKV

Ja, für Berufseinsteiger vor dem 18. Lebensjahr

Kosten

Die Kosten für die Untersuchung betragen ca. 55,00 Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Es kommt leider vor, dass aus gesundheitlichen Gründen eine Ausbildung abgebrochen werden muss oder ein Arbeitsplatzwechsel auf einen weniger beliebten Arbeitsplatz vorgenommen werden muss. Für die Ausbildung in einem Beruf mit besonderer gesundheitlicher Anforderung sollte man eine solche Berufseingangsuntersuchung auf eigene Kosten veranlassen, wenn nicht der Arbeitgeber von sich aus dies tut. Man spart dann Zeit und Ärger und kann sich auch rechtzeitig anderweitig orientieren.

Der Wirksamkeitsnachweis dieser FGL ist nicht möglich. FGL dieser Rubrik (z.B. Beratungen, Attestierungen) sind aber notwendig und sinnvoll.