Ausschluss einer Gonokokken-Infektion

Beschreibung

Die Gonorrhoe ist eine weltweit verbreitete Geschlechtskrankheit und schon seit dem Altertum bekannt. Diese Erkrankung kommt nur beim Menschen vor. Mit steigender Zahl der Sexualpartner mit ungeschütztem Geschlechtsverkehr, steigt auch das Risiko der Infektion. Das betrifft auch analen und oralen Sex. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis maximal sieben Tage. Beim Mann kommt es zur Harnröhrenentzündung mit eitrigem Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen, bei der Frau treten die Symptome häufig etwas später auf. Neben eitrigem Ausfluss aus dem Gebärmutterhalskanal kommt es gelegentlich zu schweren eitrigen Entzündungen des inneren Genitale mit Verklebung der Eileiter. Allerdings bleibt die Infektion bei 5 % der Infizierten symptomfrei, trotzdem können sie weitere Partner anstecken. Die Diagnose gilt als sicher wenn unter dem Mikroskop im Präparat nach Gramfärbung die typischen Erreger gefunden werden. Aus dem Harnröhrensekret beim Mann ist dies definitiv der Fall, bei der Frau aus dem Zervixsekret nur zu 50%. Daher ist eine Kultur sicherer und bietet darüber hinaus die Möglichkeit der Resistenzbestimmung. Bei Schwangeren besteht das Risiko der Infektion des Neugeborenen. Hier besteht die Gefahr einer Infektion der Augen, weshalb auch heute noch die Prophylaxe nach Crede durchgeführt wird.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Auf Wunsch der Patienten, bei unklaren Beschwerden, die nach dem Geschlechtsverkehr aufgetreten sind, besonders dann, wenn es sich um Sexualkontakt mit einem neuen Partner gehandelt hat.

Risiken

Selten falsch positives oder falsch negatives Ergebnis

Alternativen in der GKV

Kassenleistung, bei klinischem Verdacht.

Kosten

Die Untersuchungskosten liegen bei ca. 20,- bis 30,- Euro. Eventuell höhere Laborkosten.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Es gibt eine relativ große Dunkelziffer an Infektionen seit die Meldepflicht im Jahre 2000 abgeschafft wurde. Außerdem gibt es die 5 % Infizierten, die unabsichtlich zur Infektionsquelle werden können. Immerhin erkranken nach Angabe der WHO jährlich 60 Millionen Menschen weltweit. Auch wenn die Erreger zunehmend resistenter werden, gibt es nach wie vor gute Behandlungsmöglichkeiten um gefährliche Komplikationen oder Spätschäden zu vermeiden.

Der Wirksamkeitsnachweis dieser FGL ist durch Studien belegt.