Babyfernsehen (1)

Beschreibung

Der Wunsch nach dem "Babyfernsehen" wird besonders zu Beginn der Schwangerschaft geäußert. Häufig kommen Angehörige außerhalb der Screeningzeiten mit und möchten gern an einer Ultraschallsitzung teilnehmen. Häufig besteht auch der Wunsch, das Geschlecht des Kindes zu erfahren. Oft ist es auch der Wunsch, einfach das kleine Wesen auf dem Bildschirm zu sehen.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Ausschließlich als Wunschleistung für werdende Eltern.

Risiken

Entdeckung von kindlichen Fehlbildungen, ggf. falsche Geschlechtsbestimmung

Alternativen in der GKV

Screeninguntersuchungen zu Lasten der GKV I. Screening 8-11+ 6 SSW, II. Screening a bzw. b 18-21+ 6 SSW, III. Screening 28-31+ 6 SSW. Beim ersten Screening kann der Geburtstermin relativ genau bestimmt werden, das Herz und die Extremitäten beurteilt werden. Beim zweiten Screening erfolgt die Kontrolle verschiedener Organe. Die Beurteilung von Placenta und Nabelschnur, praktisch der Ausschluss von Fehlbildungen zumindest, wenn das Screening II b gewünscht wird. Bei unklaren Befunden erfolgt die Überweisung in ein Zentrum mit Degum II oder III Beim III. Screening steht die Wachstumskontrolle des Kindes im Mittelpunkt.

Kosten

Die Kosten betragen ca. 20,00 - 40,00 €.

Qualifikation des Anbieters

Facharzt für Frauenheilkunde, zugelassen zur Schwangerenberatung und Ultraschallqualifikation für das Screening IIb.

Unser Kommentar

Das Babyfernsehen ist medizinisch nicht von Bedeutung, kann aber zu einer positiven Einstellung und Bindung zum Kind beitragen, besonders wenn der Partner auf diese Weise eingebunden ist. Manchmal ist die Geschlechtsbestimmung nicht hilfreich. Vorsicht, der relativ enge Zeitrahmen einer Praxis kann manchmal doch deutlich überzogen werden.

Der Wirksamkeitsnachweis dieser FGL ist durch Studien belegt.