Behandlung mittels Anthroposophischer Medizin

Beschreibung

Rudolf Steiner entwickelte Anfang des 20. Jahrhunderts die Anthroposophische Medizin mit dem Ziel, die klassische Schulmedizin mit der erweiterten „Heilkunst der Seele“ zu verbinden. Die Anthroposophische Medizin erfasst bei jedem Patienten vier Organisationsebenen (Körper, Leben, Seele, Geist). Ziel dabei ist es, unter der Berücksichtigung konventioneller, klassisch-naturheilkundlicher, spezifisch anthroposophischer und psychosomatischer Heilverfahren zu einem individuellen Patienten- und Krankheitsbild und einer individualisierten Therapie zu kommen. Sie versteht sich somit als eine bestimmte Form der "Ganzheitsmedizin“. Eine besondere Therapieform ist die bei Krebs als Zusatz häufig angewandte Misteltherapie. Des Weiteren beinhaltet sie Therapieformen wie Arzneimittel-, Kunst-, Musik-, Bewegungs-, Gesprächs- und Massagetherapien. Für stationäre Therapien und Behandlungen, im Rahmen von integrierten Versorgungsverträgen, werden die Kosten von der GKV übernommen. Für Einzelleistungen gilt dies nicht.



Autor: ÄGGP, Prof. Dr. med. Andreas Michalsen

Fakten

Indikation

Patienten, die eine Alternative oder zusätzliche Möglichkeit der Behandlung ihrer chronischen Erkrankung wünschen.

Risiken

Keine

Alternativen in der GKV

Nein

Kosten

Die Kosten variieren nach Therapieform und Umfang. Einzelbehandlungen, nicht-medikamentös, haben eine Preisspanne von 50,- bis 200,- Euro.

Qualifikation des Anbieters

Zertifikat für - Anthroposophische Medizin GAÄD - mit 160 Ausbildungsstunden Level A bis C für Ärzte

Einjährige, zusätzliche Fachausbildung speziell für Hielpraktiker erforderlich, mit der Zusatzqualifikation "Anthroposophische Medizin". 

 

Unser Kommentar

Die Vereinigung von Psyche und Soma findet nicht nur in der Komplementärmedizin Anklang. Auch in der klassischen Schulmedizin steht das Bio-Psycho-Soziale Modell immer häufiger in der Diskussion von Krankheitsentstehung und den Behandlungsmethoden.