Bestimmung des genetischen Osteoporose-Risikos

Beschreibung

Der Knochen ist eine Struktur, welche ständigen Umbauprozessen unterliegt. Die dafür verantwortlichen Zellen sorgen normalerweise für ein Gleichgewicht von Auf- und Abbau. Ein vermehrter Abbau führt letztendlich zum Knochenschwund (Osteoporose) mit den Folgeerscheinungen von verminderter Knochenfestigkeit und einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche. Knochenschwund wird häufig verkannt, weil er zu Anfang fast symptomlos verläuft. Frauen nach den Wechseljahren sind besonders gefährdet, aber auch Männer, alte Menschen und solche mit einer Fehlernährung sind betroffen. Neben dem altersbedingten Abbau von Knochenmasse gibt es weitere Ursachen. Häufig sind der Mangel an Sexualhormonen und Bewegung, mangelnde Versorgung mit Calcium und Vitamin D, Nikotin- bzw. Alkoholmissbrauch und bestimmte Medikamente (z.B. Glukokortikoide) dafür verantwortlich. Bei der Entstehung von Osteoporose spielen aber auch angeborene, genetische Komponenten (Erbanlage) eine bedeutende Rolle. Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Osteoporoserisiko zu überprüfen. Dabei ist zu unterscheiden, ob man seinen aktuellen Osteoporosestatus erfahren möchte oder bereits frühzeitig, noch bevor die Krankheit überhaupt entsteht, sein individuelles Risiko erfahren will. Für letzteres eignet sich, bereits in jungen Jahren, die Untersuchung des Vit-D3-Rezeptor-Gens. Das kann bereits vor dem 45 Lebensjahr die individuelle Osteoporoseveranlagung voraussagen. Die Untersuchung hat den Vorteil, dass man bereits frühzeitig prophylaktische Maßnahmen, wie z.B. die regelmäßige Einnahme von Vitamin D3, einleiten kann, um den Ausbruch der Krankheit zu verhindern bzw. zu verzögern. Dazu bedarf es lediglich einer Blutentnahme. Die Kosten für diese Vorsorgemaßnahme werden von der GKV allerdings nicht übernommen.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Vor allem für junge Patienten (unter 45 J.), die ihr individuelles Osteoporoserisiko einschätzen möchten, um ggf. vorbeugen zu können.

Risiken

Der Patient hat bei dieser Zusatzuntersuchung keine Risiken zu erwarten.

Alternativen in der GKV

Nein

Kosten

Die Kosten für die Zusatzuntersuchung belaufen sich auf ca. 110,- Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Die Bestimmung des Osteoporoserisikos mittels Blutentnahme liefert keine 100% Sicherheit für die Entwicklung einer Osteoporose und schützt andersherum auch nicht vor einer möglichen Entstehung im Alter. Das Vitamin-D3-Rezeptorgen ist nur eine Komponente, der auf vielen Ursachen basierenden, Osteoporose.

Der Wirksamkeitsnachweis dieser FGL ist nicht durch Studien belegt. Diese FGL wird aber von Experten empfohlen bzw. nicht abgelehnt.