Biophysikalischer Allergietest

Beschreibung

Die Zahl der Allergien nimmt weltweit stetig zu. Eine Allergie ist im einfachsten Sinne die übermäßige Abwehrreaktion des Körpers gegen Stoffe, die für den Körper normalerweise nicht schädlich sind. Als Allergene werden die Stoffe bezeichnet, die diese Reaktion des Körpers verursachen. Im Grunde kann das alles sein, häufige Allergene sind Tierhaare, Pollen, Lebensmittel (z.B. Obst), Konservierungsstoffe und Kosmetikprodukte. Die Allergie entsteht folgendermaßen: Gerät der Körper in Kontakt mit einem Allergen, entscheiden die Immunzellen darüber, ob sie den Stoff als unschädlich ansehen oder dagegen Antikörper produzieren, die aber beim ersten Kontakt noch keine Reaktion auslösen. Beim zweiten Kontakt mit dem Allergen lösen die zuvor gebildeten Antikörper (IgE) die typischen Symptome einer Allergie aus. Dazu gehören, je nach Allergen, der Juckreiz und die Rötung der Haut sowie Schwellungen im Gesichtsbereich bis hin zur Atemnot. Bei Verdacht auf eine Allergie übernimmt die GKV einen Allergietest. Dieser Test ist ein so genannter Hautpricktest, bei welchem die Allergene unter die Haut gebracht werden, um zu schauen, in welchem Falle eine biochemische Reaktion erfolgt. Die Biophysikalische Allergietestung entstammt der Alternativmedizin und ist ein körperschonendes, auch für Kinder geeignetes Mittel der Allergietestung. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten der biophysikalischen Allergietestung. Die laut durchführenden Ärzten sicherste Methode stellt die Elektroakupunktur nach Voll (EAV) dar. Das Messprinzip basiert auf der Sichtweise der chinesischen Medizin, in welcher der Körper aus energetischen Feldern besteht, welche sich in gesunden Menschen im Einklang befinden. Bei der EAV werden mittels eines elektrischen Widerstandsmessgerätes an bestimmten Akupunkturpunkten die Energiepotenziale vor und nach Allergenkontakt gemessen. So kann genau erfasst werden, wie stark der Körper auf einzelne Allergene reagiert. Andere Verfahren der biophysikalischen Allergietestung sind zum Beispiel der Pulstest nach Loca, welcher auch zu Hause durchführbar ist und aussagt, dass nach Allergenkontakt, bei einer allergischen Reaktion, der Herzschlag um zehn Pulsschläge ansteigt. Aufgrund mangelnder wissenschaftlicher Belege übernimmt die GKV die Kosten für diese Diagnostik nicht.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Patienten, die einen alternativen Allergietest zu den Standardverfahren wünschen.

Risiken

Es kann bei einer schweren Allergie zu einer anaphylaktischen Reaktion des Körpers kommen.

Alternativen in der GKV

Nein

Kosten

Die Kosten müssen individuell erfragt werden.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Die Biophysikalische Allergietestung ist ein Verfahren, bei dem die Haut nicht beansprucht wird. Der fehlende wissenschaftliche Nachweis wird laut Befürwortern damit begründet, dass für den Nachweis lediglich unerfahrene Tester beteiligt waren. Für die EAV benötigt es sehr viel Erfahrung, um genaue Messungen anstellen zu können.