Blutfette Basis-Check

Beschreibung

Die Check-Up Vorsorge Untersuchung wird ab dem 35. Lebensjahr von der GKV übernommen. Der Arzt erhebt dabei eine Anamnese über den Gesundheitszustand des Patienten. Hinzu kommt eine Ganzkörperuntersuchung wozu auch die Blutdruckmessung gehört. Des weiteren nimmt der Arzt Blut ab, um den Cholesterinspiegel (Blutfette) und den Zuckerwert (Diabetesdiagnostik) zu bestimmen und nimmt eine Urinprobe. Der Urin wird auf bestimmte Proteine und Glucose (Nierenleistung und Diabetesmarker) und auf vorhandene Entzündungszellen getestet. Zudem erstellt der Arzt ein individuelles Risikoprofil für den Patienten, dem sich eventuell weitere Vorsorgemaßnahmen anschließen. Viele Erkrankungen sind auf zu hohe Blutfettwerte zurückzuführen. Hierbei spielen vor allem die Arteriosklerose, der Schlaganfall und Herzinfarkte eine große Rolle. Als zusätzliche Ergänzung zur Cholesterinuntersuchung, vor allem bei übergewichtigen Personen oder einer familiären Fettstoffwechselstörungen, eignet sich der Blutfette Basis-Check. Hier wird, neben dem Gesamtcholesterin, das HDL-Cholesterin gemessen, welches eine eher schützende Funktion für den Körper hat, da es überschüssiges Fett abtransportiert. Des weiteren werden die Triglyzeride gemessen, die sich neben dem Cholesterin ebenfalls schädlich auf den Körper auswirken können. Der Arzt kann anhand dieser Messwerte eventuell eine fettsenkende Therapie einleiten oder eine Ernährungsberatung empfehlen.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Alle Patienten, die keine Beschwerden haben, aber mehr Auskunft über ihren Gesundheitsstatus wünschen. Der Test eignet sich vor allem bei Risikopersonen, die z.B. übergewichtig oder familiär vorbelastet sind.

Risiken

Der Patient hat bei dieser Zusatzuntersuchung keine Risiken zu erwarten.

Alternativen in der GKV

Nein

Kosten

Die Kosten für die Zusatzuntersuchung betragen ca. 7,- Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Bei vielen Menschen ist der Cholesterinspiegel zu hoch. Das erfordert jedoch nicht automatisch eine medikamentöse Therapie mit den sogenannten Lipidsenkern.
Der Körper stellt die größte Menge von Cholesterin selbst her, nur ein geringer Anteil wird durch die Nahrung aufgenommen. Deshalb führen bestimmte cholesterinfreie Diäten auch nicht unbedingt zu einer Senkung des Cholesterinspiegels. Man unterscheidet zwei Fraktionen: das HDL (umgangsprachlich das gute) und das LDL, umgangssprachlich das schlechte Cholesterin. HDl transportiert das Cholesterin aus den Geweben zur Leber. LDL sorgt für den umgekehrten Weg. Insgesamt spielt das Cholesterin im Körper eine sehr wichtige Rolle. Sowohl zu niedrige als auch zu hohe Cholesterinspiegel können im Körper zu Störungen und somit zu Erkrankungen führen.

Der Wirksamkeitsnachweis dieser FGL ist durch Studien belegt.