Blutgerinnung Basis-Check

Beschreibung

Die Check-Up Vorsorge Untersuchung wird ab dem 35. Lebensjahr von der GKV übernommen. Der Arzt erhebt dabei eine Anamnese über den Gesundheitszustand des Patienten. Hinzu kommt eine Ganzkörperuntersuchung wozu auch die Blutdruckmessung gehört. Des Weiteren nimmt der Arzt Blut ab, um den Cholesterinspiegel (Blutfette) und den Zuckerwert (Diabetesdiagnostik) zu bestimmen und nimmt eine Urinprobe. Der Urin wird auf bestimmte Proteine und Glucose (Nierenleistung und Diabetesmarker) und auf vorhandene Entzündungszellen getestet. Zudem erstellt der Arzt ein individuelles Risikoprofil für den Patienten, dem sich eventuell weitere Vorsorgemaßnahmen anschließen. Viele Erkrankungen sind auf zu hohe Blutfettwerte zurückzuführen. Hierbei spielen vor allem die Arteriosklerose, der Schlaganfall und Herzinfarkte eine große Rolle. Diese Erkrankungen werden häufig durch einen Gefäßverschluss mit Thromben (Blutgerinnsel) verursacht. Diese Blutgerinnsel entstehen entweder durch eine genetische Vorbelastung, eine Veränderungen der Gefäßwände (z.B. Arteriosklerose) oder eine zu geringe Blutflussgeschwindigkeit (z.B. Venenwandschwäche) in höherem Alter. Als zusätzliche Ergänzung zur Cholesterinuntersuchung eignet sich der Blutgerinnung-Basis-Check um das Risiko,für die oben genannten Erkrankungen besser einschätzen zu können. Im Blut gibt es zwei Wege der Blutgerinnung. Mit insgesamt drei zusätzlichen Werten (PTT, Thrombinzeit, Quick) können beide Wege auf die Zeit bis zum Einsetzen der Gerinnselbildung überprüft werden. Sollte die Zeit zu kurz sein, müssen eventuell bei entsprechendem zusätzlichem Risikoprofil (Raucher, erhöhte Blutfette) blutverdünnende Medikamente verordnet werden.

 



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Alle Patienten, die keine Beschwerden haben, aber mehr Auskunft über ihren Gesundheitsstatus wünschen. Der Test eignet sich vor allem für Risikopersonen, wie Raucher und Personen mit Fettstoffwechselstörung.

Risiken

Keine

Alternativen in der GKV

Nein

Kosten

Die Kosten für die Zusatzuntersuchung betragen ca. 11,- Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Junge Frauen, die die orale Kontrazeption anwenden, haben dann ein höheres Thromboserisiko, wenn eine Gerinnungsstörung wie das Faktor V-Leiden vererbt wurde. Deshalb sollte hier diese Untersuchung mit in Erwägung gezogen werden. Gleiches gilt für mehrfache Aborte in der Anamnese.

Der Wirksamkeitsnachweis dieser FGL ist durch Studien belegt.