Chirurgische Tattooentfernung

Beschreibung

Viele Menschen haben sich im Zuge von Lebensveränderungen oder Modeerscheinungen ein Tattoo stechen lassen. Nicht selten besteht nach vielen Jahren der Wunsch, dieses wieder zu entfernen. Heutzutage kann eine Tätowierung mittels verschiedener Laserarten entfernt werden (Siehe FGL Entfernung von Tätowierungen). Allerdings benötigt man viel Geduld und teils viele Sitzungen, um die Pigmente vollständig zu entfernen. In einigen Fällen kann das Tattoo nicht vollständig mittels Lasertechnik entfernt werden oder es soll möglichst schnell gehen. Unter diesen Umständen gibt es die Möglichkeit der chirurgischen Entfernungsmethoden. Hierbei geht es darum, die Pigmente durch die Entfernung der Hautanteile zu lösen. Eine Variante ist das schichtweise Abschleifen der Haut, was im Endeffekt einer künstlichen Schürfwunde entspricht. Hierbei ist zu beachten, dass eine lange Wundpflege mit häufigen Verbandswechseln erforderlich wird. Die andere Alternative, vor allem bei länglichen Tattoos, ist das Herausschneiden des Hautareals mit einem Skalpell. Die Nachbarhaut wird dabei zusätzlich vom Untergrund gelöst, sodass sich der Defekt verschließen kann. Außerdem ist es möglich Haut von einer anderen Körperstelle zu transplantieren. Die Operation kann ambulant unter einer lokalen Betäubung oder mit der Gabe eines leichten Schlafmittels durchgeführt werden.



Autor: ÄGGP, Dr. Kantelhardt, Rottach-Egern

Fakten

Indikation

Unbefriedigendes Ergebnis der Laser-Tattoobehandlung.

Risiken

Unbefriedigendes Ergebnis der Laser-Tattoobehandlung.

Alternativen in der GKV

Nein

Kosten

Die Kosten betragen je nach angewandtem Verfahren zwischen 3.000,00 und 10.000 Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Eine ausführliche Beratung, vor allem im Sinne der Nutzen-Risiko-Abwägung ist bei dieser FGL unabdingbar. Außerdem sollte immer, wenn möglich, die Risiko ärmere Variante (Lasertechnik) bevorzugt werden.

Diese FGL wird von Experten nicht empfohlen.