Einsetzen einer Kupferkette (Gynefix) außerhalb der GKV-Leistungspflicht

Beschreibung

Ab dem 20. Lebensjahr übernimmt die GKV nicht mehr die Kosten für Verhütungsmittel. Es gibt unterschiedliche Arten der Empfängnisverhütung für die Frau. Die gängigste Art der Verhütung ist die Anti-Babypille, die als Hormonpräparat den natürlichen Zyklus beeinflusst. Hier besteht die Gefahr, dass eine Pille vergessen wird und sie muss alle 3-6 Monate neu verschrieben werden. Außerdem bevorzugen viele Frauen eine hormonfreie Art der Verhütung. Eine Art der hormonfreien Verhütung bietet die Kupferkette (Gynefix). Gynefix ist eine Weiterentwicklung der Kupferspirale, wobei die Nebenwirkungen hierbei geringer sein sollen. Dabei handelt es sich um mehrere Kupferröhrchen, welche an einem Nylonfaden aufgereiht sind. Die Kupferkette wirkt mithilfe der kontinuierlichen Abgabe kleiner Mengen Kupferionen zum einen auf die Beweglichkeit der Spermien (Verlangsamung) und zum anderen verändernd auf die Konsistenz des Schleims des Gebärmutterhalskanales. Spermien können so kaum in die Gebärmutter gelangen und wenn doch, werden sie durch die Kupferionen in ihrer Beweglichkeit so stark eingeschränkt ,dass eine Befruchtung der Eizelle verhindert wird. Zusätzlich kann die Kupferkette auch zur Notfallverhütung eingesetzt werden. Anders als die Hormonspirale wird diese Verhütungsmethode auch jungen Frauen vor der Schwangerschaft empfohlen. Sie wird nach Ausschluss einer Entzündung am ersten Tag der Menstruation eingesetzt, da dort der Gebärmutterhalskanal am weitesten geöffnet ist. Anschließend wird der korrekte Sitz mittels Ultraschall geprüft und der Nylonfaden fest in der Gebärmutterwand fixiert. Bei guter Verträglichkeit und komplikationslosem Verlauf kann die Kupferkette bis zu 5 Jahre in der Gebärmutter liegen bleiben. Ein Nachteil ist, dass die Regelblutung teilweise verlängert und verstärkt auftreten kann.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Frauen jeden Alters, unabhängig von der ersten Schwangerschaft, die eine hormonfreie und bequeme Art der Verhütung bevorzugen.

Risiken

Die Kupferkette wird als relativ nebenwirkungsarm beschrieben. Es besteht wie bei allen Spiralformen die Gefahr einer aufsteigenden Infektion, insbesondere bei wechselnden Sexualpartnern.

Alternativen in der GKV

Nein, nicht nach dem 20. Lebensjahr.

Kosten

Es handelt sich je nach Art der Spirale inklusive Beratung und Einsetzen der Spirale um einen Preis von ca. 200-400 Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Gelegentlich kann die Einlage schwierig sein, sodass eine leichte Sedierung hilfreich ist.

 Der Wirksamkeitsnachweis dieser FGL ist durch Studien belegt.