Elektrogastrographie bei gestörter Magenentleerung

Beschreibung

Der Magen ist ein Organ, welches ein Nahrungsreservoir für ein paar Minuten bis hin zu drei Stunden bildet und durch die Säureproduktion Verdauungsprozesse ausführt. Die Weiterleitung der Nahrung aus dem Magen in den Dünndarm erfolgt über Muskelkontraktionen der Magenwand, die durch Nervenimpulse ausgelöst werden. Bei einer Magenlähmung ist die Magenbeweglichkeit aufgehoben bzw. stark eingeschränkt. Daraus resultiert eine Magenentleerungsstörung. Dies liegt vor allem daran, dass die Nerven aus einem bestimmten Grund (z.B. Diabetes mellitus) zerstört werden. Die Magenentleerungsstörung kann aber auch muskulären Ursprungs sein (Muskeldystrophien) oder als Begleiterscheinung von Migräneattacken auftreten. Der Patient leidet dementsprechend unter Übelkeit, Völlegefühl, Appetitverlust und teilweise auch unter Erbrechen. Die Diagnose wird häufig, durch die GKV finanziert, über die Messung der Magenentleerungszeit, mittels markierter Moleküle gestellt. Eine Alternative dazu bietet die elektrogastrographische Messung der Muskelaktivität des Magens. Dafür werden ähnlich dem EKG drei Elektroden über der Magengegend angebracht und Messungen vor und nach dem Essen durchgeführt. Die Änderung der Muskelaktivität wird graphisch aufgezeichnet und dargestellt. Da der Magen auch auf Emotionen stark reagiert, kann diese Messung ebenfalls zur Therapieüberwachung bei psychosomatischen Problemen angewandt werden. Es sollte keine Messung durchgeführt werden, wenn ein offensichtlicher Grund für die Problematik vorliegt.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Patienten, die an oben genannten Symptomen leiden und der Arzt diese keiner klaren Ursache zuordnen kann, sowie alle anderen Krankheitsbilder ausgeschlossen hat. (z.B. Magenschleimhautentzündung etc.)

Risiken

Keine

Alternativen in der GKV

Magenentleerungszeitmessung.

Kosten

Der Kostenrahmen liegt bei ca. 50,- bis 60,- Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.