Ermittlung der allgemeinen Quecksilber-Belastung bei Amalgam-Trägern (oraler Dimaval-Test nach Schiele, DMPS)

Beschreibung

Viele Patienten haben Beschwerden, die sich möglicherweise auf bestimmte Faktoren in ihrer Umgebung zurückführen lassen. Eine Umweltbelastung stellen auch die häufig verwendeten Amalgamfüllungen bei Patienten mit Zahnproblemen dar. Amalgam ist ein Stoff, der zur Hälfte aus Quecksilber und zu einem anderen Teil aus Silber, Zinn und Kupfer besteht. Beim Essen, Zähneknirschen oder Materialinstabilität können die Stoffe in den Kreislauf des Körpers gelangen. Quecksilber steht in der Diskussion, an der Entstehung vieler Erkrankungen beteiligt zu sein. Dazu gehören z.B. Alzheimer, Lebertumore, Arthrose, Depressionen und der Morbus Parkinson. Das Quecksilber scheint dabei verschiedenste Enzyme daran zu hindern, bestimmte Prozesse ausführen zu können. Um die Belastung des Organismus mit Quecksilber bei Amalgamträgern nachzuweisen, kann ein Dimaval-Test nach Schiele (DMPS) durchgeführt werden. Das Dimaval bindet bei oraler Aufnahme sehr gut das Quecksilber, welches sich im Kreislauf befindet. Bei diesem Test kann damit der Quecksilbergehalt im Urin vor und nach der Dimavaleinnahme nachgewiesen werden. Im Anschluss an die Untersuchung können dann ggf. Maßnahmen getroffen werden, die Quecksilberbelastung zu senken.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Prinzipiell für alle Patienten, die Amalgamträger sind.

Risiken

Es bestehen keine Risiken.

Alternativen in der GKV

Nein

Kosten

Die Kosten die Untersuchung betragen ca. 60,00 Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Ein Austausch intakter Amalgamfüllungen ist nicht zu Lasten der GKV möglich. Die schädliche Wirkung, die vom Quecksilber im Amalgam ausgeht, wird noch heute kontrovers diskutiert, obwohl es diese Füllungen schon seit 1820 gibt. Aktuell erklärt die WHO das Füllungsmaterial als sicher, wenn Kontraindikationen beachtet werden.

Der Wirksamkeitsnachweis dieser FGL ist nicht durch Studien belegt. Diese FGL wird aber von Experten empfohlen bzw. nicht abgelehnt.