Ernährungsberatung I

Beschreibung

Als Adipositas wird ein krankhaftes Körpergewicht ab einem BMI (Bodymaßindex) von über 30 bezeichnet. Die Rate an übergewichtigen Menschen nimmt auch in Deutschland aufgrund des Überflusses an Fastfood-Ketten, ungenügenden Wissens über gesunde Ernährung und des Zeitmangels stetig zu. Andere Ursachen für ein krankhaftes Übergewicht können aber auch die Einnahme von Medikamenten (Kortison), eine genetisch bedingte Stoffwechselstörung oder ein Hirntumor sein. Folgeerkrankungen, die mit Adipositas in einem Zusammenhang stehen, sind hierzulande die häufigste Todesursache. Dazu zählen in erster Linie Herzkreislauferkrankungen. Die Folgen des Übergewichts sind für Industrienationen wie Deutschland von großer Bedeutung. Dazu gehören vor allem Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, Bluthochdruck, sowie der Diabetes mellitus Typ 2. Hinzu kommen diverse orthopädische Beschwerden, wie z.B. Gelenkprobleme. Diese Erkrankungen erhöhen die Sterblichkeitsrate, führen zu einer verminderten Lebensqualität und einem hohen gesellschaftlichen Leidensdruck. Bevor versucht wird, das Übergewicht wahllos mit Zeitungsdiäten zu reduzieren, um dann häufig einen „JoJo Effekt“ auszulösen, sollte der übergewichtige Patient stattdessen eine Ernährungsberatung absolvieren. Eine grundlegende Änderung der Essgewohnheiten, sowie die Schaffung eines neuen Bewusstseins für Nahrungsbestandteile, Kalorien und die gesunde Nahrungszusammenstellung können in Verbindung mit Bewegung zu einer lang anhaltenden Gewichtsreduktion führen. Eine 60 minütige Ernährungsberatung durch den Arzt oder einen Ernährungsberater wird allerdings nicht von der GKV übernommen. Neben der Beratung erfolgt eine ausführliche Anamnese, in der auch die Ursachen des Übergewichts erörtert werden. Anschließend wird ein standardisierter Fragebogen von den Patienten ausgefüllt und vom Arzt ausgewertet.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Übergewichtige Patienten, ab einem BMI von 30 oder ggf. auch weniger, die ihr Gewicht mit professioneller Unterstützung reduzieren wollen und dabei bereit sind, ihre Ernährungsgewohnheiten zu ändern.

Risiken

Keine

Alternativen in der GKV

Nein, nur in Extremfällen, z.B. operative Mageneingriffe. Eine Bezuschussung der Ernährungsberatung ist teilweise möglich.

Kosten

Die Kosten für eine mindestens 30-60 minütige Beratung, Anamnese und die Fragebogenauswertung liegen bei ca. 60,00-120,00 Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Ernährungsberatung kümmert sich um Themen wie Essgewohnheiten, Sport, Lebensführung oder Körperbewusstsein. Bei der Ernährungsberatung sollten sie darauf achten, dass sie produktneutral ist und keine Verkaufsaktionen stattfinden.

Der Wirksamkeitsnachweis dieser FGL ist nicht möglich. FGL dieser Rubrik (z.B. Beratungen, Attestierungen) sind aber notwendig und sinnvoll.