Extrakorporale Stoßwellentherapie bei Erkrankung des Bewegungsapparates

Beschreibung

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist ein mittlerweile ein etabliertes Verfahren zur Zerstörung bzw. Zerkleinerung von Nieren- und Gallensteinen. Das Prinzip dieser Therapie basiert auf Druckimpulsen (Stoßwellen), die sich besonders gut in wasserhaltigen Geweben, wie dem Körper, ausbreiten. Die Steine werden deshalb zerstört, weil sie als feste Bestandteile die Energie aufnehmen, wobei Druck- und Zugkräfte entstehen. Durch die Ausbreitung dieser Kräfte wird der Festkörper zerstört. Noch nicht ausreichend erforscht und deshalb auch nicht von der GKV finanziert, ist die Anwendung der ESWT bei Erkrankungen des Bewegungsapparates. Die EWST wird heutzutage häufig von Ärzten zur Behandlung der Kalkschulter, dem Tennisarm und dem Fersensporn eingesetzt. Die schmerzenden Gebiete werden mit fokussierten Stoßwellen bestrahlt und haben dadurch eine große Eindringtiefe. Außerdem soll sich diese Methode auch zur Verbesserung von Muskelverspannungen eignen. Es wird davon ausgegangen, dass die Stoßwellen Nerven aktivieren, die ihrerseits Botenstoffe aussenden, um Reparaturprozesse in Gang zu setzen.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Patienten mit genannten Erkrankungen des Bewegungsapparates, bei denen herkömmliche Maßnahmen, wie Ruhigstellung, Schonung, Physiotherapie und Medikamente nicht die gewünschte Wirkung zeigen.

Risiken

Risiken können ein Schmerz während der Anwendung der ESWT, die Entstehung von Hämatomen und kleineren Hauteinblutungen (Petechien) sein. Patienten mit einer Blutgerinnungsstörung ist von dieser Form der Behandlung eher abzuraten. Bei stark adipösen Patienten ist die Wirksamkeit sehr eingeschränkt.

Alternativen in der GKV

Ja. Physiotherapie (nicht unbegrenzt verschrieben), Medikamentöse Therapie.

Kosten

Die Kosten für diese Form der Stoßwellentherapie betragen ca. 86,00 € pro Sitzung.

Qualifikation des Anbieters

Fachärzte für Physikalische Medizin, Sportmedizin, Orthopädie

Staatlich anerkannte Physiotherapeuten

 

Unser Kommentar

Es besteht, aufgrund der etablierten Verfahrensweise bei internistischen Erkrankungen, eine realistische Chance, dass diese Therapieform auch bald in der Orthopädie von den Krankenkassen erstattet wird.