Faltenunterspritzung mit Plasmagel

Beschreibung

Die Hautalterung und die damit verbundene Faltenentstehung sind ein natürlicher Vorgang, der nur bedingt aufzuhalten ist. Ursachen, die beeinflussbar sind, sind z.B. zu viel Sonne, Zigarettenrauch, wenig Schlaf, Drogen, ein falscher Umgang mit der Haut, die Mimik und ein aufreibender Lebensstil. Die internen Faktoren, wie  Alter,  Geschlecht und die familiäre Veranlagung sind allerdings nicht beeinflussbar. Wenn die Gesichtshaut ihr stützendes Polster aus Kollagen und Elastin, Proteinen und feuchtigkeitsspendenden Substanzen, wie Hyaluronsäure verliert, entstehen Falten. Viele Menschen haben das Bedürfnis, die Falten entfernen zu lassen, die ihnen ihres Erachtens nach ein müdes und verbrauchtes Aussehen verleihen. Eine mildere Alternative zum klassischen Facelifting bietet die Unterspritzung von Falten mittels Plasmagel. Bei der Plasmagelbehandlung wird das körpereigene Blutserum genutzt. Für die Behandlung wird dem Patienten eine Menge von ca. 20 ml venöses Blut entnommen. Das Blut wird zentrifugiert und aus dem gewonnenen Blutplasma ein visköses Gel hergestellt (unter Zugabe von Antioxidanzien etc.). Durch dieses Verfahren erhält man ca. zum gleichen Preis mehrere Milliliter körpereigenes Fillermaterial wie man sonst z.B. ungefähr für einen Milliliter eines Hyaluronsäure-Industrieprodukts zahlen müsste.  Dies wird dann unmittelbar danach steril in die entsprechenden Faltenregionen gespritzt. Da es sich, wie bei der Hyaluronsäure, um körpereigene Substanzen handelt, wird das Plasmagel nach einer gewissen Zeit abgebaut, leider jedoch meist schneller als Hyaluronsäure. Deshalb muss die Prozedur individuell alle vier bis sechs Monate wiederholt werden. Die Gesichtshaut kann  für die Behandlung mittels Creme örtlich betäubt werden.

Weiterführende Literatur und ausgewählte Quellen:

- www.meso-aesthetik-berlin.de

- Kardorff: Selbstzahlerleistungen in der Dermatologie und der ästhetischen Medizin, 1. Auflage. Springer Berlin Heidelberg New York 2005

- www.aesthetische-privatklinik.de

- Meyer-Rogge D. (2005): PLASMAGEL. In: B. Kardorff: Selbstzahlerleistungen in der Dermatologie und der ästhetischen Medizin, 1. Auflage. Springer Berlin Heidelberg New York 2005, pp 251-252



Autor: ÄGGP, Dr. med. Bernd Kardorff (BVDD), Mönchengladbach
 

Fakten

Indikation

Patienten, die eine möglichst natürliche Variante zur Behandlung ihrer Falten bevorzugen. Patienten mit Allergien gegen körperfremde Substanzen. Patienten, die relativ kostengünstig eine große Menge an Füllsubstanz benötigen.

Risiken

Patienten, die eine möglichst natürliche Variante zur Behandlung ihrer Falten bevorzugen. Patienten mit Allergien gegen körperfremde Substanzen. Patienten, die relativ kostengünstig eine große Menge an Füllsubstanz benötigen.

Alternativen in der GKV

Nein

Kosten

Es handelt sich je nach Anbieter und Faltenumfang um einen Kostenrahmen von 250,- bis 400,- Euro.

Qualifikation des Anbieters

Facharzt oder Weiterbildungsassistent in der Dermatologie mit Erfahrung und Ausbildung in der ästhetischen Medizin. Facharzt für Plastische Chirurgie mit Nachweis von Kursen, Schulung und Ausbildung auch im Bereich nichtoperativer ästhetischer Verfahren.

Unser Kommentar

Der Nachteil der Behandlung der Falten mit körpereigenem Material ist das nicht sehr anhaltende Ergebnis. Der Vorteil jedoch ist, dass nicht perfekt gelungene Korrekturen auch wieder verschwinden, aber häufig trotzdem die Neusynthese von Kollagen durch z.B. das im Plasmagel vorhandene Fibrinogen angeregt wurde.

Der Wirksamkeitsnachweis dieser FGL wird von Experten bestätigt.


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