Früherkennung oder Nachsorge der urothelialen Karzinoms (Blasenkarzinoms) durch Tumormarkerbestimmung

Beschreibung

Mit 4,5 % liegt der Harnblasenkrebs (Urothelkarzinom) in der Krebsstatistik der Männer auf dem vierten Platz. Bei Frauen kommt dieser Krebs weniger häufig vor (1,8%). Der Nikotinkonsum erhöht die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung eines Harnblasenkarzinoms um ein Vielfaches. Des Weiteren finden sich Urothelkarzinome bei Mitarbeitern der chemischen Industrie, Textilindustrie, Aluminiumindustrie und Druckindustrie häufiger als in der restlichen Bevölkerung. Auffällig wird dieser Krebs meist durch Blutbeimengungen im Urin, sowie einer Blutarmut und evtl. Flankenschmerzen, verursacht durch eine Harnabflussstörung. Um die Diagnose zu sichern, untersucht der Arzt u.a. den Urin, macht einen Ultraschall, eine Blasenspiegelung und entnimmt eine Blasenwandprobe. Die Prognose hängt, wie bei jeder anderen Krebsform auch, vom Zeitpunkt der Diagnosestellung ab: Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser ist auch die Chance auf eine vollständige Heilung. Mit dem UBC Rapid Test kann der Arzt seit 2013 die Konzentration eines Tumormarkers im Urin bestimmen. Dadurch erhält er genauere Informationen über das Tumorrisiko des Patienten. Für die Testdurchführung wird beim Arzt eine Urinprobe abgegeben und in einer Testkassette untersucht. Das Ergebnis liegt innerhalb kurzer Zeit vor. Durch die Schnelltests können 80% der Harnblasenkarzinome in einem frühen Stadium diagnostiziert werden. Bei positivem Testergebnis muss allerdings dann eine Harnblasenspiegelung zur genaueren Abklärung erfolgen. Außerdem muss angemerkt werden, dass der UBC Rapid, wie der NMP22 Test auch, falsch positive Ergebnisse liefern kann. Das ist häufiger bei Entzündungen der Fall.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Patienten mit eindeutigem Risikoprofil (Männer, Raucher, Chemikalienkontakt) ab dem 60. Lebensjahr. Bei großer Besorgnis oder familiärer Häufung des Urothelkarzinoms. Auch zu Zwischenkontrollen in der Nachbehandlung eines Karzinoms geeignet, wenn dem Patienten die regelmäßigen Blasenspiegelungen nicht ausreichen oder zu unangenehm sind.

Risiken

Die Urinuntersuchung stellt kein Risiko für den Patienten dar. Ein Risiko kann die potenzielle psychische Belastung durch Folgeuntersuchungen bei positivem Testergebnis sein.

Alternativen in der GKV

Nein

Kosten

Die geschätzten Kosten für die Urinuntersuchung inkl. Beratung liegen zwischen 31,- - und 41,- Euro, müssen aber bei dem entsprechenden Arzt erfragt werden.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Der Urintest mit dem NMP 22 ist eine präventive Suchmethode mit geringem Aufwand.