Infusion bei Tinnitus oder Hörsturz

Beschreibung

Erkrankungen wie Hörsturz oder Tinnitus haben in den letzten Jahren zunehmend an Aktualität gewonnen, da sie häufiger aufzutreten scheinen als in früheren Zeiten und für den Patienten unangenehme Langzeitschäden zur Folge haben können wie z.B. einen bleibenden Hörschaden und/oder ein bleibendes Ohrgeräusch. Ähnliche, das Innenohr betreffende Symptome können auch bei einer Innenohrbeteiligung im Rahmen einer häufig viralen Mittelohrentzündung oder bei einem Lärmtrauma nach zu starker Lärmeinwirkung auf das Innenohr z.B. im Rahmen einesKnalltraumas auftreten.
Neben möglichen anderen Ursachen für den Tinnitus sehen viele Autoren eine Infektion oder eine Durchblutungsstörung als auslösende Ursache an. Daraus leiten sie auch die Indikation für eine Infusionsbehandlung ab.
Zu Beginn erfolgt häufig eine medikamentöse Behandlung mit Vitamin-E-Präparaten, Magnesium, Glukokortikoiden (z. B. Kortison), intravenös gegebenen Lokalanästhetika( wie Procain) sowie durchblutungsfördernden Wirkstoffen (zum Beispiel Pentoxifyllin). Die Medikamente werden je nach Ausprägung und vermuteter Ursache des Tinnitus meist intravenös (als Infusionen) verabreicht. Qualitativ hochwertige Vergleichsstudien, die eine Überlegenheit eines bestimmten Medikaments gegenüber einem anderen zweifelsfrei belegen konnten, gibt es bislang nicht.



Autor: ÄGGP
 

Fakten

Indikation

Behandlung des Tinnitus' ,des Hörsturzes und auch der Immunschwäche.

Risiken

In Anbetracht der vielfältigen zugrundeliegenden Ursachen des Tinnitus

Alternativen in der GKV

in bestimmten Fällen auch Leistungspflicht der GKV

Kosten

20-25€ pro Sitzung,die Anzahl der Sitzungen variiert und ist recht hoch. Die Abrechnung erfolgt nach GOÄ

Qualifikation des Anbieters

HNO-Facharzt

Unser Kommentar

Heute wird die Infusion bei akutem Hörsturz und Tinnitus kritisch betrachtet – die Forschung bemüht sich indes um neue Mittel zur Behandlung von Tinnitus. Viele Medikamente, ob alte oder neue, haben hohe und sehr unangenehme Nebenwirkungen für den Betroffenen. Zudem ist die Gabe von Medikamenten als Infusion teurer als andere Behandlungsformen. Lohnt sich der Aufwand, und ist er wissenschaftlich gerechtfertigt? Das sollte im Einzelfall immer gründlich erwogen werden.


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