Intratympanale Corticoidtherapie bei Tinnitus und Hörsturz

Beschreibung

Die Ursachen für einen akuten Hörsturz sind nicht geklärt. Virusinfektionen, Durchblutungsstörungen, und Störungen auf zellulärer Ebene kommen als Ursache in Betracht. Außerdem finden sich Risikofaktoren wie Rauchen, Stress, Diabetes und andere Erkrankungen als mögliche auslösende Faktoren.
Neben den bisherigen Therapien erfolgt bei der intratympanalen Kortikoidgabe die Einbringung des Medikaments in das Mittelohr.
Nach der lokalen Betäubung des Gehörganges erfolgt die Injektion des Medikaments durch das Trommelfell in das Mittelohr. Die Einwirkzeit beträgt etwa 20 min, in dieser Zeit muss der Patient liegen. Nach dem Aufstehen erfolgt der Abfluss des Medikament über die Ohrtrompete.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Behandlung bei Tinnitus und Höhrsturz auch möglich bei Patienten mit Osteoporose,Diabetes mellitus und bei Schwangeren

Risiken

Während der Injektion kann Schwindel auftreten.

Alternativen in der GKV

sytemische Behandlung mit Glukokortikoiden und Blutverdünnern

Kosten

40 € pro Sitzung
5-7 Sitzungen im Abstand von etwa 2 Tagen gelten als Norm.

Qualifikation des Anbieters

HNO-Facharzt

Unser Kommentar

Neben den Rheologika (verbessern die Fließeigenschaft des Blutes) gehören orale Glukokortikoide zu den empfohlenen Standardtherapien beim akuten Hörverlust. Die Evidenz ist nicht unumstritten. Angesichts der wesentlichen Einschränkung der Lebensqualität durch den Hörverlust raten jedoch Leitlinien zu einem Behandlungsversuch.

Der Wirksamkeitsnachweis dieser FGL ist durch Studien belegt.