Labor-Basisprofil als Ergänzung zur GKV-Gesundheitsuntersuchung

Beschreibung

Die Check-Up Vorsorgeuntersuchung wird ab dem 35. Lebensjahr von der GKV übernommen. Der Arzt erhebt dabei eine Anamnese über den Gesundheitszustand des Patienten. Hinzu kommt eine Ganzkörperuntersuchung, wozu auch die Blutdruckmessung gehört. Außerdem nimmt der Arzt Blut ab, um den Cholesterinspiegel (Blutfette) und den Zuckerwert (Diabetesdiagnostik) zu bestimmen und nimmt eine Urinprobe. Der Urin wird auf bestimmte Proteine und Glucose (Nierenleistung und Diabetesmarker) und auf vorhandene Entzündungszellen getestet. Zudem erstellt der Arzt ein individuelles Risikoprofil für den Patienten, dem sich eventuell weitere Vorsorgemaßnahmen anschließen. Mit dieser Untersuchung kann bereits ein Teil der gängigen industriellen Erkrankungen erfasst, bzw. Risikofaktoren, wie z.B. hohe Blutfettwerte, aufgedeckt werden. So kann ein Arzt anhand des Blutdrucks erkennen, ob ein Patient unter einem Bluthochdruck leidet, sowie anhand der Blutuntersuchung einen bisher unbemerkten Diabetes Mellitus diagnostizieren. Die Messwerte des Urins können erste Hinweise auf eine Nierenschwäche oder eine Entzündung liefern. Der Check-Up-35 deckt aber nicht alle möglichen Risiken zu Herzkreislauf- und Stoffwechselerkrankungen ab. Weitere häufige Krankheitsbilder lassen sich durch einfache, ergänzende Methoden relativ sicher ausschließen, werden aber ohne vorliegende Beschwerden nicht von der GKV übernommen. Hierzu dient unter anderem das ergänzende Basis-Laborprofil. Hier werden 18 weitere Blutwerte zusätzlich im Zuge des Check-Up-35 bestimmt. Dazu gehören unter anderem ein kleines sowie ein Differenzialblutbild, welches Informationen über die Blutzellen und die Immunfunktion liefert. Außerdem werden vier verschiedene Leberwerte (Leberfunktionsstörung) und zwei ergänzende Blutfettwerte (Arterioskleroserisiko) untersucht. Zusätzlich besteht das Basis-Laborprofil noch aus vier Elektrolytbestimmungen, die sich in einem Ungleichgewicht z.B. auf die Muskeln (Magnesium) oder das Herz auswirken können (Kalium). Für die Bestimmung der Werte ist keine zusätzliche Blutentnahme nötig, da ausreichen Blut im Rahmen der Check-Up-35 Untersuchung abgenommen wird.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Alle Patienten, die keine Beschwerden haben aber mehr Auskunft über ihren Gesundheitsstatus wünschen. Außerdem ist die Check-Up Ergänzung Patienten jenseits des 60. Lebensjahres zu empfehlen, da zu dieser Zeit entsprechende Krankheitsbilder häufiger vorkommen.

Risiken

Keine

Alternativen in der GKV

Nein

Kosten

Die Kosten für die Zusatzuntersuchung betragen ca. 40,- Euro.

Qualifikation des Anbieters

Facharzt

Unser Kommentar

Die Ergänzung des Check-UP-35 macht Sinn,zumal die Untersuchung mit der gleichen Blutentnahme realisiert werden kann.

Der Wirksamkeitsnachweis dieser FGL ist durch Studien belegt.