Muskelfunktionsdiagnostik: Elektromyographische Untersuchung der Relaxations- und Kontraktionsfähigkeit der Muskulatur (z.B. zur Vorbereitung einer Myofeedback-Behandlung)

Beschreibung

Die Elektromyographie mittels eines EMG (Elektromyogramm) wird zum einen im Rahmen der ärztlichen Routinediagnostik aber auch als Vorbereitung auf eine Biofeedbackbehandlung (FGL Biofeedback-Behandlung) eingesetzt. Patienten, die einen Schlaganfall erlitten haben, leiden häufig unter Lähmungen oder einer chronischen Muskelschwäche eines oder mehrere Körperteile. Auch angeborene, sowie erworbene Muskel- oder Nervenerkrankungen (z.B. ALS, Muskeldystrophie) können zu einer verminderten Kontraktionsfähigkeit des Muskels führen. Ein EMG kann mittels elektronischer Messung über die Haut oder durch kleine Einstichnadeln die Kontraktionsgeschwindigkeit der Muskeln objektiv messen. Im Falle einer Vorbereitung für das Biofeedback wird die Oberflächen- EMG- Untersuchung angewandt. Sie dient in dem Falle dazu, die Muskelaktivitäten auf einem Bildschirm darzustellen und dem Patienten so eine Möglichkeit der visuellen Kontrolle über die Aktivität der Muskeln zu verleihen. Sie wird im Rahmen von Bio- Feedback vor allem zur Behandlung von chronischen Schmerzen eingesetzt, die häufig auf muskulärer Dysbalance und Angespanntheit beruhen. Während des EMGs kann der Patient durch die Kontrollfunktion lernen, die Muskelpartien aktiv zu entspannen. Außerdem dient es bei Lähmungen auch der gezielten Ansprache von Muskeln, die eventuell nur in geringem Maße arbeiten können.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Patienten mit Nerven oder Muskelerkrankungen, die mit Lähmungserscheinungen einhergehen (z.B. Schlaganfall).

Risiken

Keine

Alternativen in der GKV

Nein

Kosten

Die Untersuchungskosten liegen bei ca. 80,- Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Bei den oben angegebenen Indikationen handelt es sich um eine sinnvolle therapeutische Ergänzung im Rahmen einer Rehabilitationsmaßnahme.