Neurofeedback

Beschreibung

Das Neurofeedback ist eine Sonderform des Biofeedback und beruht auf der Messung von Hirnströmen. Die gemessenen Hirnströme mittels EEG (Elektroenzephalogramm) am Kopf des Patienten werden über ein Computersystem in ein bewegtes Bild (z. B. Flugzeug in einem Tunnel) umgewandelt. Die Bewegung des Flugzeuges spielt die Hirnstromveränderungen des Patienten wieder und sind von diesem direkt beeinflussbar. Der Patient kann also durch das Feedback das Bild steuern, womit die Konzentration und Aufmerksamkeit erhöht wird. Es geht bei dieser Behandlung vor allem darum, die Selbstregulation des Gehirns zu verstärken. Das Neurofeedback kann somit bei allen Erkrankungen angewandt werden, denen eine Konzentrationsstörung zu Grunde liegt, bzw. bei denen eine Konzentrationsstörung als Symptom auftritt. Dazu zählen in erster Linie das ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom), Lernschwächen, Depressionen, Angststörungen, Fibromyalgie uvm. Des Weiteren kann das Neurofeedback bei Schlafstörungen, Migräne und Epilepsie ergänzend eingesetzt werden.
Die neuronalen (nervlichen) Fehlregulationen, die Konzentrationsstörungen zugrunde liegen, können durch das kontinuierliche Training verbessert werden. Es sind bis zu 20 Sitzungen nötig um ausreichende Ergebnisse zu erzielen.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Patienten mit Konzentrationsstörungen jeglicher Genese.

Risiken

Keine

Alternativen in der GKV

Nein

Kosten

Die Kosten sind abhängig von der Frequenz der Anwendungen. Die Regel sind 10 bis 20 Sitzungen. Die Kosten liegen bei ca. 80,- bis 120,- Euro pro Sitzung.

 

Qualifikation des Anbieters

Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik

Psychologische Psychotherapeuten mit Qualifikationsnachweis zur Psychotherapie

Heilpraktiker für Psychotherapie

Ergotherapeuten

Unser Kommentar

Es handelt es sich bei Neurofeedback um eine weitestgehend nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode. In seltenen Fällen kann es jedoch auch zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Herzrasen kommen. Solche Effekte sind meist nur von sehr kurzer Dauer und regulieren sich durch die Therapie – es sei denn falsches Training wird über einen längeren Zeitraum fortgesetzt. Falsches Training kann Symptome verstärken anstatt zu lindern. Es sollte daher ausschließlich entsprechend ausgebildetes Fachpersonal Neurofeedback durchführen, um bei Nebenwirkungen auch die Trainingsprotokolle anzupassen. Es hat sich insbesondere bei ADHS-Erkrankungen bewährt. Eine Reduktion der Symptomatik wurde bei 80 % der Patienten beobachtet, bei 50% konnte auf eine medikamentöse Behandlung (Ritalin) verzichtet werden.
Es handelt sich bei Neurofeedback um eine Therapieform, die individuell an den Patienten angepasst werden muss. Ohne das spezifische Fachwissen und neuropsychologische und neurophysiologische Kenntnisse sollte Neurofeedback daher nicht angewendet werden.

Der Wirksamkeitsnachweis dieser FGL wird von Experten bestätigt.