Oxidativer Stress (Freie Radikale) Basisprofil

Beschreibung

Sauerstoff (O2) ist elementarer Bestandteil allen Lebens auf der Erde. Menschen gehören zu den Säugetieren und benötigen daher den Sauerstoff aus der Luft, um die Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Sauerstoff wird mit der Atemluft in die Lunge eingesogen und über kleine Lungenbläschen (Kapillaren) an das Blut weitergegeben (Gasaustausch). Im Blut heftet sich der Sauerstoff an das Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) der roten Blutkörperchen und wird so durch den gesamten Körper transportiert. Gelangen die sauerstoffbeladenen Blutkörperchen an die entsprechenden Körperzellen, die versorgt werden müssen, geben sie den Sauerstoff an diese ab. In den Körperzellen wird der Sauerstoff dann zur so genannten „Zellatmung“ genutzt. Hierbei handelt es sich um einen Stoffwechselprozess, welcher Energie produziert um die Zellen am Leben zu halten. Im Austausch erhalten die roten Blutkörperchen dann das Abfallprodukt Kohlenstoffdioxid (CO2) und transportieren dieses zum Abatmen wieder zur Lunge zurück. Doch Sauerstoff hat nicht nur ausschließlich positive Wirkungen auf den Körper. Bei jedem Prozess der Zellatmung, welcher in unserem Körper ununterbrochen abläuft, entstehen sogenannte Sauerstoff-Radikale. Diese sind Abkömmlinge des eigentlichen Sauerstoffs und haben eine chemische Bindung weniger. Aufgrund dieses instabilen chemischen Zustandes versuchen diese in irgendeiner Form an etwas zu binden, was ihnen wieder die Stabilität des normalen Sauerstoffes verleiht. Dies hat im Körper den Effekt, dass die Radikale an chemische Strukturen, wie Zellwände oder gar die menschliche DNA, binden und diese Strukturen damit zerstören. Diesen Vorgang nennt man oxidativer Stress. Hat der Körper zu viel oxidativen Stress, kann die DNA bestimmter Körperzellen so verändert werden, dass daraus Krebszellen entstehen. Außerdem trägt die Stressbelastung zu Alterungsprozessen bei. Der Körper hat über die Entwicklungsgeschichte dafür spezielle Schutzsysteme entwickelt, so genannte Radikalfänger-Reaktionen. Diese Schutzreaktionen sind enzymatische Prozesse und können dafür sorgen, dass der gefährliche Sauerstoff wieder ungefährlich gemacht wird. Dafür benötigt der Körper aber eine ausreichende Versorgung mit Spurenelementen aus der Nahrung, welche die Schutzmechanismen unterstützen. Dazu gehören unter anderem Zink, Selen und Vitamin E. Um einen Überblick über die Stressbelastung des Körpers durch Sauerstoffradikale zu erhalten, kann ein „Oxidativer-Stress-Basisprofil“ angelegt werden. Dies ist allerdings keine direkte Messung der vorhandenen Radikale, sondern ein indirektes Verfahren, bei dem sich ein Bild zur ausreichenden Versorgung mit Spurenelementen verschafft werden kann. Dafür werden mit einer Blutentnahme die drei Spurenelemente und weitere spezifische Marker der Antioxidationskapazität in ihrer Blutkonzentration gemessen. Da diese Methode häufig in der Anti-Aging Behandlung eingesetzt wird und diese nicht unmittelbar einem diagnostischen oder heilenden Prozess des Patienten beiträgt, übernimmt die GKV die Kosten für diese Behandlung nicht.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Patienten mit vorschneller Alterung und dem Wunsch einer Anti-Aging Untersuchung, sowie Patienten mit der Angst um O2-Radikal assoziierte Erkrankungen, die auf dieser Grundlage eine Ernährungsumstellung vornehmen möchten.

Risiken

Keine

Alternativen in der GKV

Nein

Kosten

Die Kosten für die Laboruntersuchung betragen ca.150,- Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Der Wirksamkeitsnachweis dieser FGL ist nicht durch Studien belegt. Diese FGL wird aber von Experten empfohlen bzw. nicht abgelehnt.