PSA-Test -Beratung zur Früherkennung des Prostata-Karzinoms

Beschreibung

Mit 12.000 Todesfällen (hinter dem Lungen- und dem Darmkrebs) ist der Prostatakrebs die dritthäufigste Krebstodesursache der Männer. Prostatakrebs betrifft vor allem Männer in höherem Alter. Er wird im Durchschnitt mit 69 Jahren festgestellt. Seit 1980 hat sich die Zahl der jährlich neu entdeckten Prostatakrebsfälle verdoppelt. Dies liegt zum einen an der immer stärker alternden Bevölkerung, zum anderen aber auch an der verbesserten Diagnostik, wodurch mehr Krebsfälle entdeckt werden. Neben der digital-rektalen Tastuntersuchung (Kassenleistung ab dem 45. Lebensjahr) existiert der PSA-Bluttest (Prostata spezifisches Antigen) zur Früherkennung eines Prostatakarzinoms. Das PSA ist ein von der Prostata hergestelltes „Schmiermittel“ für das Ejakulat und gelangt nur bei zerstörtem Prostatagewebe ins Blut. Als Ursache dafür kommen vor allem Karzinome, aber auch Entzündungen oder mechanische Manipulation (z.B. Fahrradfahren) der Prostata in Frage. Der PSA-Wert kann mit Hilfe einer Blutentnahme bestimmt werden und eventuell dabei helfen, ein noch nicht tastbares bzw. untastbares Karzinom frühzeitig zu erkennen. Sollte der Wert erhöht sein, wird zur Sicherheit und zur Minimierung unnötiger Prostatabiopsien ein zweiter Test veranlasst. Der Schwellenwert für das Vorliegen von Prostatakrebs ist nicht einheitlich festgelegt und es bedarf daher bei einer Erhöhung genauerer Abklärung durch andere Untersuchungsmethoden.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Generell indiziert bei Männern, die drei Bedingungen erfüllen: Die Männer sollten von sich aus eine Früherkennungsuntersuchung auf ein Prostatakarzinom wünschen, über 40 Jahre alt sein und eine Lebenserwartung von noch mehr als 10 Jahren haben.

Risiken

Ein Risiko kann darstellen, dass ein erhöhter PSA-Wert, der nicht durch ein Karzinom hervorgerufen wurde, zu unnötigen Biopsien führt, die dann ihrerseits Risiken, wie Blutungen und Entzündungen mit sich bringen können. Des Weiteren ist anzumerken, dass viele Karzinome in einem so hohen Alter auftreten, dass der Patient auch unbehandelt völlig unbeeinträchtigt sein kann und das Karzinom nicht die Todesursache darstellen muss. Kritiker des PSA-Tests sprechen hier von einer „Übertherapie“ des Prostatakarzinoms, wie zum Beispiel unnötig den Körper belastende Bestrahlungen auszusetzen oder Operationen, die ohne den PSA Test ausbleiben würden.

Alternativen in der GKV

Ja. Die digital-rektale Untersuchung der Prostata ab dem 45. Lebensjahr. Die Untersuchung ist allerdings stark untersucherabhängig und erfasst nicht jedes Karzinom.

Kosten

Blutentnahme und Beratung durch den Arzt sowie PSA-Bestimmung im Labor für ca. 25,- bis 35,- Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Die Vor- und/oder Nachteile des PSA-Test sind hinreichend beschrieben. Wichtig erscheint der Hinweis darauf, dass ein einzelnes Testergebnis nicht zu invasiven Aktivitäten führen sollte. Weiterhin ist zu beachten, dass im höheren Lebensalter die Sinnhaftigkeit des Tests hinterfragt werden sollte.

Der Wirksamkeitsnachweis dieser FGL ist nicht möglich. FGL dieser Rubrik (z.B. Beratungen, Attestierungen) sind aber notwendig und sinnvoll.