Resektion des Harnblasenkarzinoms unter Anwendung fluoreszenzzystokopischer Verfahren

Beschreibung

Mit 4,5 % liegt der Harnblasenkrebs (Urothelkarzinom) in der Krebsstatistik der Männer auf dem vierten Platz. Bei Frauen kommt dieser Krebs weniger häufig vor (1,8%). Der Nikotinkonsum erhöht die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung eines Harnblasenkarzinoms um ein Vielfaches. Des Weiteren finden sich Urothelkarzinome bei Mitarbeitern der chemischen Industrie, Textilindustrie, Aluminiumindustrie und Druckindustrie häufiger als in der restlichen Bevölkerung. Auffällig wird dieser Krebs meist durch Blutbeimengungen im Urin, sowie einer Blutarmut und evtl. Flankenschmerzen, verursacht durch eine Harnabflussstörung. Um die Diagnose zu sichern, untersucht der Arzt u.a. den Urin, macht einen Ultraschall, eine Blasenspiegelung und entnimmt eine Blasenwandprobe. Wird ein Tumor in einem frühen Krankheitsstadium entdeckt, wird empfohlen, die Entfernung durch die Harnröhre hindurch (transurethral) vorzunehmen. Dabei bietet die neuartige Fluoreszenz-Zystoskopie unterstützend den Vorteil, dass mehr Tumore, die evtl. so noch nicht sichtbar waren, gefunden und herausgenommen werden können. Die Fluoreszenz-Zystoskopie ist ein Verfahren, das im Vergleich zur normalen Blasenspiegelung (Weißlicht-Zystoskopie) mit Violett- und Blaulicht arbeitet. Im Blasengewebe wird ein Fluoreszenzlicht erzeugt. Da das Fluoreszenzverhalten sehr stark vom Gewebezustand abhängig ist – gesundes Gewebe fluoresziert stark, während pathologisch verändertes Gewebe nur schwach fluoresziert – gelingt es, bereits frühe pathologische Gewebeveränderungen gegenüber dem umgebenden, gesunden Gewebe kontrastreich darzustellen. Schon leicht pathologisch verändertes Gewebe hebt sich somit im Fluoreszenzbild deutlich vom gesunden Gewebe ab



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Patienten mit Tumoren der Stadien Ta G1-3, T1 G1-2, T1 G3, Tis (frühe Stadien).

Risiken

Die Zystoskopie birgt das Risiko der Verletzung von Harnröhre und Blase. Blutungsrisiken bestehen bei der Resektion (Entfernung) von Blasenanteilen.

Alternativen in der GKV

Ja. Resektion ohne Fluoreszenz-Zystoskopie. Bitte erfragen Sie bei Ihrer Krankenkasse eine mögliche Kostenübernahme.

Kosten

Die Kosten für dieses Verfahren liegen bei ca. 500,- Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.