Schichtendarstellung des Sehnervenkopfes

Beschreibung

Die Netzhaut ist eine spezialisierte Nervenschicht des hinteren Augenpols (innen), die das einfallende Licht in Nervenimpulse umwandelt, um diese dann über den Sehnerv an das Gehirn weiterzuleiten. An einer Stelle des hinteren Augenpols tritt der gebündelte Sehnerv in das Auge ein und geht in die Nervenfasern der Netzhaut über. Dieser Austrittspunkt wird Papille genannt. Ein weiterer Punkt der Netzhaut ist der sogenannte gelbe Fleck (Makula), welcher als Ort des schärfsten Sehens gilt. Viele Erkrankungen führen mit zunehmendem entweder zu einer Degeneration der Papille oder der Makula, bzw. können beide Gebiete gleichzeitig schädigen. Jegliche Schädigungen der Sehnerven in der Papillenregion werden als Glaukom bezeichnet, dessen Ursache meist auf einen zu hohen Augeninnendruck zurückzuführen ist. Fließt das Kammerwasser des Auges über die spezialisierten Transportsysteme des Auges (Trabekel) nicht mehr richtig ab oder wird von den Ziliarkörpern zu viel Kammerwasser produziert, erhöht dies u.a. den Augeninnendruck. Eine zusätzliche, dreidimensionale, Darstellung des Sehnervenkopfes wird von der GKV nicht übernommen. Bei dieser Untersuchung kann die Beschaffenheit der Papille im Sinne der Prüfung von Form, Dicke, Volumen, Höhe und möglichen Asymmetrien z.B. mittels eines Heidelberger Retinotomographen (HRT) durchgeführt werden. Die Untersuchung dauert nur 5-10 Minuten und wird mittels ungefährlicher Lasertechnik durchgeführt.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Für jeden Glaukompatienten. Für Patienten mit glaukomverdächtigen Veränderungen am Sehnerven.

Risiken

Keine

Alternativen in der GKV

Nein

Kosten

Die Untersuchungskosten liegen bei ca. 70,00 Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Bei der Gesichtsfelduntersuchung wird die Funktion des Sehnerven überprüft. Bei der Papillentomographie erfolgt eine genaue Aufnahme der Beschaffenheit des Sehnervenkopfes. Es werden also zusätzliche Informationen gewonnen. Falls eine Gesichtsfelduntersuchung nicht durchgeführt werden kann, erhält man durch die Papillentomographie zumindest sehr aussagekräftige Informationen über den momentanen Zustand des Sehnerven. In der Regel bestehen messbare Gesichtsfelddefekte erst, wenn sichtbare Schäden am Sehnerven entstanden sind. Mit der Papillentomographie kann man Veränderungen des Sehnerven nicht nur sehen - wie bei der augenärztlichen Untersuchung mit dem Spaltlampenmikroskop oder bei einer Photographie - sondern sehr exakt ausmessen und vergleichen. Damit ist man den Funktionsausfällen einen Schritt voraus und hat die Gelegenheit, noch rechtzeitig eine Therapie zu beginnen oder zu verbessern.