Schildrüsen-Vorsorgeuntersuchungen durch TSH-Bestimmung (z.B. im Alter ab 45 Jahren)

Beschreibung

Die Schilddrüse ist ein 30g schweres, hufeisenförmiges Organ und liegt im Halsbereich der Luftröhre an. Sie wird in einen rechten und in einen linken Lappen unterteilt. Mit ihren Zellverbänden (Follikeln) produziert sie die lebenswichtigen Hormone T3 und T4, wofür sie unter anderem Jod benötigt. Schilddrüsenhormone wirken aktivierend auf den Körper. Sie beschleunigen den Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel, steigern die Herzfrequenz und sorgen für eine ausreichende Körpertemperatur. Außerdem produzieren spezialisierte Zellen (C-Zellen) das Kalzitonin, was zusammen mit dem Parathormon (Nebenschilddrüse) für den Kalziumhaushalt (Knochenstoffwechsel) zuständig ist. Durch den vorherrschenden Jodmangel in unserer Nahrung kommt es mit steigendem Alter (ab ca. 45 Jahren) häufig zu Schilddrüsenunterfunktionen. Dies zeigt sich dann in Symptomen wie Gewichtszunahme, zu geringer Körpertemperatur und verlangsamtem Herzschlag. Andersherum kann aus unterschiedlichsten Gründen auch eine Überfunktion der Schilddrüse, mit den entsprechend gegenteiligen Symptomen, vorkommen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Schilddrüsenfunktion zu überprüfen. Wenn es keinen Anhalt für eine Erkrankung gibt, übernimmt die GKV die Kosten dafür allerdings nicht. Die einfachste Form einen Anhalt für eine mögliche Dysregulation der Schilddrüse zu finden, ist die TSH Bestimmung. Das TSH ist ein vom Gehirn (Hypophyse) produziertes Hormon, das die Schilddrüse dazu anregt Hormone zu produzieren. Liegt nun eine Unterfunktion vor, wird dieses TSH in großen Mengen ausgeschüttet um der Unterfunktion entgegen zu steuern. Andersherum wird bei einer Überfunktion weniger TSH ausgeschüttet. Der Test erfolgt durch eine einfache Blutentnahme.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Gesunde Patienten, die eine Vorsorguntersuchung ihrer Schilddrüse wünschen.

Risiken

Keine

Alternativen in der GKV

Nein

Kosten

Die Laborkosten für die TSH Bestimmung liegen bei ca. 15,- Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Seit dem Salz nicht mehr generell Jod zugemischt wird, findet man dadurch immer häufiger eine mehr oder weniger ausgeprägte Schilddrüsenunterfunktion. Die Kropfbildung, die man früher in bestimmten Regionen vermehrt beobachten konnte, ist auch Ausdruck eines starken Jodmangels gewesen. Die Hashimoto- Thyreoiditis, eine Autoimmunerkrankung, führt zu Veränderung des Schildrüsengewebes und damit auch zu einem Hormonmangel. Bei Kindern kann eine angeborene Unterfunktion der Schilddrüse zu körperlichen und geistigen Entwicklungsstörungen führen.
Eine Überfunktion der Schilddrüse ist besonders als Basedow-Erkrankung mit typischem Hervortreten der Augäpfel bekannt geworden. Bei dieser Form handelt es sich um eine immunogene Erkrankung. Die Überfunktion geht mit Nervosität, Zittern, Gewichtsverlust und Schweißausbrüchen einher. Eine unverhältnismäßige hohe Zufuhr von Jod kann auch eine Überfunktion auslösen.

 Der Wirksamkeitsnachweis dieser FGL ist durch Studien belegt.