Stroke-Check: Schlaganfall-Vorsorge durch Doppler-Sonographie der hirnversorgenden Gefäße

Beschreibung

Als Schlaganfall (Apoplex) bezeichnet man eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung im Gehirn. Diese kann entweder durch einen Gefäßverschluss (ischämisch) oder eine akute Blutung (hämorrhagisch) verursacht werden. Die Symptome eines Schlaganfalls variieren, je nach betroffener Arterie (zuführendes Blutgefäß) und deren Versorgungsgebiet. Die typischen Symptome eines schweren Schlaganfalls sind allerdings eine plötzlich auftretende Halbseitenlähmung, Sprachprobleme und Sprachverständnisschwierigkeiten. Die Risikofaktoren für die Ausprägung eines ishämischen Schlaganfalls sind in erster Linie der Nikotinkonsum, Diabetes mellitus, hohe Blutfettwerte und die daraus häufig resultierende Arteriosklerose. Die arteriosklerotisch veränderten Gefäße sind chronisch verengt und ermöglichen dadurch leichter den Verschluss durch einen Thrombus. Diese Thromben können bei älteren Menschen unter anderem durch eine unerkannte Herzrhythmusstörung entstehen. Als Vorsorgeleistung zur Überprüfung der hirnversorgenden Gefäße, eignet sich der Stroke-Check mittels einer Dopplersonographie (transkranielle Dopplersonographie). Durch bestimmte Stellen des Kopfes können die Blutflussgeschwindigkeitsprofile einzelner Arterien des Gehirns erfasst werden. Da der Durchmesser dieser Gefäße mit der Untersuchung nicht erfasst werden kann, werden absolute Werte für die Durchblutung des Schädels angegeben.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Für Patienten mit entsprechendem Risikoprofil (siehe oben) und theoretisch alle Patienten, die ihre Hirndurchblutung überprüfen lassen möchten.

Risiken

Keine

Alternativen in der GKV

Nein

Kosten

Die Kosten für die Dopplersonographie inkl. Beratung betragen ca. 70,- Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Der Schlaganfall gehört zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland und ist auch die dritthäufigste Todesursache in Deutschland: 2006 stellte das Statistische Bundesamt 65.133 Todesfälle fest, was einem Anteil von 7,9 % entspricht. Darüber hinaus ist der Schlaganfall die häufigste Ursache für mittlere und schwere Behinderung.
In vielen Fällen gelingt es durch intravenöse Verabreichung von Medikamenten (Thrombolyse) ein eventuell vorhandenes Blutgerinnsel aufzulösen und das Gehirn vor einem dauerhaften Schaden zu bewahren. Daher sollten Angehörige sofort einen Notarzt informieren, wenn der Verdacht auf einen Schlaganfall besteht, damit bis zur Behandlung nicht zu viel Zeit verstreicht.
Vielleicht ist die Untersuchung der Blutgefäße zur Prävention hilfreich weil man unter bestimmten Umständen eine vorbeugende Therapie einleiten kann.