Subkutane Implantation eines EKG-Ereignisrekorders

Beschreibung

Herzrhythmusstörungen sind vielfältig und treten mit zunehmendem Alter gehäuft auf. Wie bei vielen anderen Erkrankungen auch, geht man hier ebenfalls von degenerativen Veränderungen, in diesem Falle im Reizleitungssystem des Herzens, aus. Rhythmusstörungen können aber auch in Folge von Herzoperationen, Herzklappenerkrankungen, Alkoholkonsum oder einer schlechten Herzleistung (Herzinsuffizienz) auftreten. Diese Art von Herzerkrankung bringt einen unregelmäßigen, zu schnellen (tachykarde Rhythmusstörung) oder zu langsamen (bradykarde Rhythmusstörung) Herzschlag mit sich. Viele Patienten bemerken diese Ereignisse meist durch eine unangenehme Pulsation/Herzrasen in der Brust, die bei einer starken Ausprägung und je nach Art der Rhythmusstörung bis hin zu Ohnmachtsanfällen und im schlimmsten Fall zum Tod führen können. Folgen des unregelmäßigen Herzschlags sind in erster Linie die Thrombenbildung (Blutgerinnsel), mit der Gefahr eines Schlaganfalls. Die meisten anfänglichen Rhythmusstörungen treten periodisch auf und werden daher zwar vom Patienten wahrgenommen, sind aber im Praxis-EKG und teilweise im Langzeit-EKG gerade nicht sichtbar. Dieser Zustand erschwert die Diagnose einer möglicherweise trotzdem vorhandenen und potentiell gefährlichen Herzrhythmusstörung. Für Patienten, die ihre Symptome wahrnehmen kann ein externer Ereignisrekorder empfohlen werden um Perioden von Rhythmusstörungen aufzuzeichnen (siehe FGL Langzeit-EKG mit Ereigninsrekorder). Es gibt aber auch häufig Fälle in denen z.B. immer wieder ungeklärte Schwindelattacken oder ein Leistungsknick, ohne bisher plausible Ursache, auftreten. Für solche Patienten gibt es die Möglichkeit einer dauerhaften Erfassung ihres Herzrhythmus´ inklusive der Registrierung von Unregelmäßigkeiten über einen implantierbaren Ereignisrekorder. Auch hier gibt es zusätzlich die Möglichkeiten für den Patienten die Aufzeichnung selbst zu starten und die Daten telefonisch zu übertragen. Implantierbare Ereignisrekorder werden üblicherweise links neben dem Brustbein zwischen der 1. und 4. Rippe unter die Haut gesetzt. Die Kosten werden in schwerwiegenden Fällen von der GKV übernommen, weshalb die Sinnhaftigkeit einer Implantation als Selbstzahler auch gut mit dem Arzt besprochen werden sollte.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Patienten mit sporadisch auftretenden Herzrhythmusstörungen, ungeklärten Schwindelattacken, Bluthochdruckpatienten mit Schwindelepisoden, Herzinfarkt- und Bypasspatienten, Patienten mit neu implantierten Schrittmachersystemen, die keine oder nicht immer Symptome registrieren.

Risiken

Es bestehen die üblichen Risiken eines invasiven Eingriffs: Infektion, Rötung, Schwellung und Schmerzen.

Alternativen in der GKV

Nein

Kosten

Diese müssen individuell erfragt werden.

Qualifikation des Anbieters

k.A.