Untersuchung auf Helicobacter pylori-Besiedlung mittels 13C-Harnstoff Atemtest als Primärdiagnostik außerhalb der GKV-Leistungspflicht

Beschreibung

Der Helicobakter pylori (HP) ist ein Bakterium, dass sich den sauren Bedingungen des Magens gut anpassen kann und dort auf den Schleimhautzellen lebt. Ungefähr 10 % aller 30-Jährigen weisen eine Besiedlung mit diesem Keim auf. Viele Menschen können damit ein Leben lang beschwerdefrei leben. In einigen Fällen kann der Keim aber durch die Schädigung der Magenschleimhaut zu einer chronischen Gastritis (Magenschleimhautenzündung), einem Magenulkus (Magengeschwür) oder einem Geschwür im Zwölffingerdarm führen. Die Patienten haben meist recht unspezifische Symptome, wie Völlegefühl, Oberbauchschmerzen, Brechreiz oder ständiges Aufstoßen. Ist der Helicobakter pylori Ursache dieser Symptome spricht man von einer Typ B-Gastritis. Bei entsprechendem Verdacht übernimmt die GKV die Tests zum Nachweis einer Typ-B Gastritis. Ist der Patient allerdings subjektiv gesund, müssen die Kosten selbst getragen werden. Eine Möglichkeit für gesunde Patienten, die wissen möchten, ob sie einen Helicobakter pylori in sich tragen, ist der Nachweis des HP mittels C13 Atemtest. Dabei macht man sich die Eigenschaft der Harnstoffspaltung des Helicobakter pylori zu Nutze. Der Patient muss eine völlig ungiftige Lösung mit C13 markiertem Harnstoff trinken. Ist der HP im Magen vorhanden, so spaltet dessen Enzym (Urease) den markierten Harnstoff und setzt das C13 frei. Wenn in der Atemluft C13 vorhanden ist, kann man von einer Besiedelung mit dem HP ausgehen.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Patienten ohne subjektive Beschwerden, die wissen möchten, ob sie mit dem HP besiedelt sind.

Risiken

Keine

Alternativen in der GKV

Nein, nicht ohne vorliegende Symptomatik.

Kosten

Der Test kostet zwischen 15,- und 25,- Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Der Nachweis von Helicobacter pylori erfolgt bei Beschwerden in der Regel durch eine Gastroskopie (Magenspiegelung) und ist in diesem Fall auch eine GKV Leistung.
Der Nachweis des Bakteriums gelingt auch recht sicher mit dem Atemtest, ist nicht aufwendig und recht kostengünstig und daher als FGL zu empfehlen.

Der Wirksamkeitsnachweis dieser FGL wird von Experten bestätigt.