Untersuchung auf Hepatitis C-Antikörper als Vorsorgeleistung ohne klinische Verdachtszeichen

Beschreibung

Das Hepatitis C Virus gehört zu einer Gruppe von Viren, die eine akute und chronische Infektion der Leber verursachen können. Die Ansteckung mit diesem Virus kann sexuell, über Bluttransfusionen, Blutwäsche (Hämodialyse) und durch die Nutzung verunreinigter Drogennadeln erfolgen. Medizinisches Personal ist ebenfalls gefährdet, sich bei einem Stich mit einer infizierten Nadel anzustecken. Die Symptome einer akuten Hepatitis C Infektion können variieren und teilweise relativ spät als solche erkannt werden. Dazu zählt z.B. ein allgemeines Unwohlsein, Übelkeit, Oberbauchschmerzen, Fieber und Appetitverlust. Häufig wird die Diagnose in der akuten Phase gar nicht gestellt, sondern erst bei einer chronifizierten Hepatitis C (70% der Fälle) entdeckt. Chronische Verläufe machen sich durch mögliche Leberschäden, Gelenk- und Muskelbeschwerden, Erkrankungen der Niere oder der Schilddrüse, sowie Depressionen bemerkbar. Besteht kein Verdacht auf eine Infektion mit dem Hepatitis C Virus, übernimmt die Krankenkasse nicht die Untersuchung auf Antikörper im Blut. Da es gegen dieses Virus noch keine Impfung gibt, können allerdings Risikopersonen (siehe Übertragung oben) einen Bluttest wahrnehmen, um ggf. früh eine Therapie einleiten zu können und somit chronische Verläufe oder Spätfolgen aufzuhalten bzw. zu mildern.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Patienten, die relativ engen Kontakt zu Hepatitis C Infizierten haben und eine Infektion trotz nicht vorliegender Symptomatik ausschließen wollen.

Risiken

Es bestehen keine speziellen Risiken.

Alternativen in der GKV

Nein

Kosten

Die Laborkosten betragen inkl. der Beratung ca. 23,- Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Hepatitis C ist unter Umständen heilbar, wenn die Erkrankung noch nicht fortgeschritten ist. Es gibt wirksame Medikamente, die die Viren bekämpfen (antivirale Medikamente oder Interferone). Die Prognose verschlechtert sich, wenn gleichzeitig eine Hepatitis B oder eine HIV Infektion besteht. Drogenkonsumenten die sich Nadeln mit anderen teilen oder gemeinsam Röhrchen benutzen sind besonders stark gefährdet. Die Infektion durch Blutübertragung ist dagegen heute extrem gering. Das gilt auch für aus Blut gewonnenen Derivaten. Die Behandlungskosten liegen zwischen 50.000.- und 100.000,- Euro.

 Wirksamkeitsnachweis dieser FGL ist durch Studien belegt.