Untersuchung der Fruchtbarkeit: Bei unerfülltem Kinderwunsch inkl. Samenuntersuchung, Hormonbestimmung und Ultraschall

Beschreibung

Die Diagnostik bei unerfülltem Kinderwunsch erfolgt sowohl bei Paaren, die bisher kinderlos sind (primäre Sterilität) als auch bei Paaren, die bereits Eltern sind und bei denen sich eine erneute Schwangerschaft nicht einstellen will (sekundäre Sterilität), in mehreren Schritten. Die Ursache für die Sterilität kann sowohl bei der Frau als auch beim Mann zu finden sein. Deshalb müssen beide Partner bei der Suche nach möglichen Ursachen einbezogen werden. Vorab sind mögliche Infektionen des weiblichen Genitals (Chlamydien) und die Hormone der Schilddrüse zu untersuchen. Der erste Schritt besteht in der Beratung des Paares über mögliche Ursachen der Unfruchtbarkeit und den Umfang der diagnostischen Möglichkeiten. Im zweiten Schritt erfolgt die Kontrolle des Zyklus der Frau. Dies kann entweder durch Hormonanalysen zu bestimmten Zeiten des Menstruationszyklus oder durch Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke zum Zeitpunkt des anzunehmenden Eisprungs erfolgen, um das Wachstum der Follikel zu kontrollieren. Beim Mann ist ein Spermiogramm erforderlich. Bei diesem werden die Menge, die Qualität und die Beweglichkeit der Samenfäden untersucht. Findet man Auffälligkeiten bei der Reifung der Follikel und eventuell auch bei der Hormonuntersuchung, kann eine Hormonbehandlung in Betracht gezogen werden. Das gleiche gilt für das Spermiogramm. Auch hier kann eine Behandlung notwendig werden wenn Normabweichungen festgestellt werden. Wenn jedoch alle Befunde unauffällig sind, müssen in einem dritten Schritt immunologische Ursachen abgeklärt werden. Der Schleimpfropf im Gebärmutterhalskanal schützt das innere Genital vor aufsteigenden Infektionen aus der Scheide. In seltenen Fällen können auch die Spermien in diesem Schleimpfropf abgetötet werden und somit die Eizelle nicht erreichen. Ist auch dieser Test unauffällig, sollte nach mechanischen Ursachen gesucht werden. Diese bestehen in der Regel im Verschluss eines oder beider Eileiter oder auch durch starke Verwachsungen im Bereich des inneren Genitals. Die Prüfung der Durchgängigkeit der Eileiter stellt den vierten Schritt dar. Hier bestehen zwei Möglichkeiten der Untersuchung: Entweder kann die Durchgängigkeit der Eileiter mittels Ultraschall überprüft werden. Nachdem ein Kontrastmittel in die Gebärmutter eingebracht wurde, wird mittels Ultraschall überprüft, ob Kontrastmittel über die Eileiter in die Bauchhöhle gelangt. Die zweite Möglichkeit besteht darin, die Durchgängigkeit durch eine Bauchspiegelung zu überprüfen. Hier wird ein Farbstoff in die Gebärmutter eingebracht, der dann über die Eileiter in die Bauchhöhle gelangen soll. Hierbei handelt es sich um ein operatives Verfahren, für das eine Narkose erforderlich ist. Der Vorteil dieser Methode besteht jedoch darin, dass notwendige Eingriffe sofort vorgenommen werden können. Manchmal findet man aber auch hier keine Abweichung von der normalen Anatomie, sodass am Ende der Diagnostik unter Umständen keine organische Ursache für die Kinderlosigkeit gefunden werden kann. In diesem Fall kommen mögliche psychische Ursachen in Betracht, die einer fachmännischen Klärung bedürfen.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Auf Wunsch des Paares bei unerfülltem Kinderwunsch.

Risiken

Keine

Alternativen in der GKV

Übernahme der Kosten durch die GKV für die Diagnostik möglich.

Kosten

Vom Umfang der Diagnostik abhängig.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Diese umfangreichen Untersuchungen werden bei entsprechender medizinischen Indikation in der Regel von den Krankenkassen getragen. Lediglich wer "nur einmal so" über seine Fruchtbarkeit Bescheid wissen will, muss die Kosten tragen. Dabei sollten aber auf operative Interventionen selbstverständlich verzichtet und nur die ersten beiden Schritte in Anspruch genommen werden.

 Der Wirksamkeitsnachweis dieser FGL ist durch Studien belegt.