Urologischer Check-Up nach ungeschütztem GV

Beschreibung

Viele Infektionskrankheiten werden über Schleimhäute bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr übertragen. Dazu gehören in erster Linie die Infektion mit Chlamydien, HIV (AIDS), Hepatitis C und die Syphilis (Lues). Nicht jeder sexuell ungeschützte Kontakt mit einer möglicherweise infizierten Person führt auch zu einer Ansteckung, dennoch besteht aber ein hohes Risiko. Da die Erkrankungen nicht unmittelbar nach kurzer Zeit zu einer Symptomatik führen und im schlimmsten Fall den Tod verursachen können (Hepatitis C, HIV), ist es sinnvoll, nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit einer dem Patienten fremden und möglicher Weise infizierten Person eine urologische Untersuchung durchführen zu lassen. Ohne eine entsprechende Symptomatik übernimmt die Krankenkasse die Kosten dafür allerdings nicht. Der Urologe erhebt einen urologischen Status und fertigt einen Abstrich zur Chlamydien-, Pilz- , Gonokokken- (Tripper) und Trichomonadenuntersuchung an. Zusätzlich entnimmt er Blut zum Test auf oben genannten Infektionskrankheiten. Auf dieser Grundlage können dann frühzeitig die weiteren Behandlungsschritte eingeleitet werden.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Männer, die ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer ihnen fremden oder möglicherweise infizierten Person hatten.

Risiken

Keine

Alternativen in der GKV

Nein

Kosten

Die Kosten für die Untersuchung betragen ca. 180,00 Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Bei einer nachgewiesenen Infektion werden die Folgekosten von der GKV übernommen. Bestimmte Infektionen wie HIV oder Hepatitis B und C findet man in Risikokollektiven wie zum Beispiel Drogenkonsumenten, Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern oder homosexuell orientierte Personen. Tripper und Lues zählen zu den klassischen Geschlechtskrankheiten. Sie sind in Ballungsgebieten oder Hafenstädten häufiger vertreten. Chlamydieninfektionen können unbemerkt über längere Zeit bestehen und dann auch Ursache einer Sterilität sein. Pilzinfektionen sind harmlos, sie können ernährungsbedingt, durch Antibiotikatherapie oder sexuelle Praktiken wie oraler oder analer Sex entstehen. Auch massiver Überwanderung aus dem Darm ist eine mögliche Ursache für die Infektion. Pilze gehören zur normalen Scheidenflora und leben dort mit anderen Mikroorganismen im biologischen Gleichgewicht. Schmerzen im Genitalbereich, eitriger Ausfluss oder Geschwüre sind Symptome einer Erkrankung und damit behandlungsbedürftig zu Lasten der GKV.