Wärmetherapie im Sandbett

Beschreibung

Die Wärmetherapie im Sandbett ist eine Form der physikalisch-medizinischen Maßnahmen zur Linderung orthopädischer Beschwerden. Wärme kann dem Körper in unterschiedlicher Form zugeführt werden. Es gibt Anwendungen, die auf feuchter Wärme beruhen (z.B. warme Rolle bei Lungenerkrankungen) und die der trockenen Wärme, wofür auch die Sandtherapie exemplarisch steht. Wärme fördert die Durchblutung der Haut und führt zu einer Entspannung verkrampfter Muskeln. Des Weiteren kann Wärme über die Aktivierung bzw. Hemmung sensibler Nervenbahnen zu einer Schmerzlinderung führen. Während der Sandbetttherapie legt sich der Patient in eine Art Wanne, die mit speziellem Sand gefüllt ist. Der Sand passt sich der Körperlage des Patienten an, weshalb dieser automatisch in eine unverkrampfte Position gebracht wird. Anwendungsgebiete der Wärmetherapie im Sandbett stellen Rückenschmerzsyndrome und die Arthrose von Gelenken dar. Einige Patienten mit entzündlichen Gelenkerkrankungen empfinden ebenfalls eine Schmerzlinderung durch Wärme, allerdings können Entzündungsvorgänge durch die Temperaturerhöhung auch verstärkt werden.



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Patienten mit oben genannten Problemen, die eine ergänzende Maßnahme zur eigentlichen Behandlung wünschen.

Risiken

Kreislaufprobleme können durch den Hitzestau entstehen.

Alternativen in der GKV

Ja. Physiotherapie, medikamentöse Therapie.

Kosten

Die für die Therapie betragen pro Sitzung ca. 15,00 Euro.

Qualifikation des Anbieters

Facharzt/-ärztin für physikalische Therapie oder staatlich geprüfte(r) Physiotherapeut(in).

Unser Kommentar

Diese Form der Wärmetherapie darf nicht bei akuten Erkrankungen eingesetzt werden. Außerdem ist sie relativ aufwändig und wird daher selten angeboten.