Warzenbehandlung mittels Kryotechnik außerhalb der GKV-Leistungspflicht

Beschreibung

Warzen sind ein allgemeiner Begriff für unterschiedliche, gutartige Veränderungen der Haut, die im Wesentlichen durch Virusinfektionen entstehen. Zu den klassischen Warzen gehören die Arten, welche durch Humane Papillomviren (HPV) ausgelöst werden. Es gibt über 40 verschiedene HPV-Typen, von denen einige (HPV 2, 27 und 57) die so genannten Dornwarzen, bevorzugt an Händen und Fußsohlen, verursachen. Die Viren werden durch Schmierinfektionen, vor allem in einer feucht-warmen Umgebung übertragen, weshalb die Ansteckungswahrscheinlichkeit in Badeanstalten relativ hoch ist. Dornwarzen breiten sich sowohl, sichtbar auf der Haut, nach außen, als auch nach innen aus und können ganze Warzenmosaike bilden. Warzen der oben genannten HPV-Typen stellen eine ungefährliche Form dar, sind allerdings an Fußsohlen häufig schmerzhaft und störend. An sichtbaren Stellen kommt die ästhetische Komponente hinzu. Häufig sind immungeschwächte Personen, wie Kinder oder ältere Menschen betroffen. Es gibt zahlreiche Methoden der individuellen Warzenbehandlung. Es besteht zum einen die Möglichkeit des Aufweichens der Hornhaut und der anschließenden, vorsichtigen Entfernung des aufgeweichten Hautareals mitsamt der Warze. Zum anderen gibt es frei verkäufliche Sets, die auf der Vereisungstechnik der Warze beruhen (z.B. Wartner). Die Behandlung mit Salben benötigt ein großes Maß an Geduld und kann bis zu mehreren Monaten in Anspruch nehmen. Des Weiteren werden bei Kindern gern homöopathische Mittel, wie die Eigenurintherapie oder die Stärkung des Immunsystems eingesetzt, vor allem unter der Berücksichtigung der Selbstheilungstendenz von Dornwarzen. Helfen diese Maßnahmen nicht, sollte die Entfernung einer störenden Warze durch einen Arzt vorgenommen werden. Dieser hat die Möglichkeit, die Warze mit der Lasertechnik, einer Lichttherapie, Vereisungen (Kryotherapie) oder chirurgisch zu behandeln. Die Warzenentfernung ist nur bei medizinischer Indikation und nicht aus ästhetischen Gründen eine GKV- Leistung. Neben den Dornwarzen zählen im weitesten Sinne auch Hühneraugen, Alterswarzen und Hautfibrome zu den Warzengewächsen (siehe "Entfernung von Fibromen" sowie die "Hühneraugenbehandlung").



Autor: ÄGGP

Fakten

Indikation

Patienten mit therapieresistenten Warzen.

Risiken

Ein Wundschmerz nach chirurgischer Entfernung und Entzündungen, bei unzureichender Wundpflege, sind möglich.

Alternativen in der GKV

Nein, nur bei medizinischer Indikation.

Kosten

Die Kosten für die Entfernung mittels Kryotherapie betragen ca. 30,00 Euro.

Qualifikation des Anbieters

k.A.

Unser Kommentar

Trotz der zahlreichen Möglichkeiten der Selbstmedikation ist eine einmalige Begutachtung der Hauterscheinung, durch den Hautarzt, zu empfehlen, um sicher zu gehen, dass es sich tatsächlich um eine Warze handelt. Unbehandelte Warzen verschwinden dann, wenn der Körper sein Immunsystem aktivieren und die Viren dadurch bekämpfen kann.